Boxen: 1. BC Altmark Stendal feiert erste Deutsche Meisterschaft / Schwieger holt Rang drei

Schramm leistet Historisches

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Die neuen Deutschen Meister auf einen Blick und mittendrin eine Stendalerin. Lorraine Schramm (vorne, 3.v.r.) gelang in Rostock der große Wurf. 

tha Rostock/Stendal. Der 1. Boxclub Altmark Stendal hat am vergangenen Wochenende den größten Erfolg seiner noch jungen Vereinsgeschichte gefeiert.

Die Altmärker waren mit zwei Nachwuchs-Kämpferinnen bei den Deutschen Meisterschaften in Rostock vertreten und kamen mit zwei Medaillen zurück in die Heimat. Laila Schwieger erreichte einen dritten Platz, Lorraine Schramm krönte sich sogar zur neuen Deutschen Meisterin.

Stolz auf Rang drei (v.l.): Trainer Norman Froese, Laila Schwieger und Trainer Christoph Schlender.

„Das ist das erste Mal in der Geschichte von Stendal, dass ein gesamtdeutscher Meister von uns kommt“, jubelte Trainer Christoph Schlender mit stolz geschwollener Brust. Schramm war in der Klasse der Kadettinnen (bis 45 Kilogramm) gestartet. Bereits in der 1. Runde bekam es die junge Stendalerin mit Jessica Vollmann vom Landesverband Bayern zu tun – der Turnierfavoritin! Der Kampf ging über die vollen drei Runden und stellte für Schramm die größte Herausforderung des Turniers dar. „Das war eine richtige Schlacht“, beschrieb es Schlender. Den besseren Ausgang hatte Schramm für sich. Im Halbfinale wurde die Hürde für die Stendalerin dann etwas niedriger. Mit der Hessin Laura Helms hatte sie nur wenig Probleme. In der 2. Runde wurde das ungleiche Duell abgebrochen. Schramm gewann durch technischen K.o.

Im Finale traf Lorraine Schramm dann mit Steffi Grin auf eine weitere hessische Boxerin. Die BC-Kämpferin ging als klare Außenseiterin in das Duell, hatte Gegnerin Grin doch zuvor noch nie einen Kampf verloren. Umso überraschender, was sich dann in den folgenden drei Runden abspielte: Schramm dominierte das Finale deutlich, was auch die Punktrichter anerkannten. Mit 4:1-Stimmen wurde die Stendalerin zur Siegerin und damit neuen Deutschen Meisterin erklärt. „Lorraine hat mit ihren technischen Fertigkeiten, ihrem Kampfgeist und vor allem ihren harten Schlägen das Turnier bestimmt“, resümierte Schlender.

Laila Schwieger, das zweite Stendaler Eisen im DM-Feuer, ging bei den Kadettinen bis 42 Kilogramm über die Waage. Für sie war das Turnier bereits nach dem Halbfinale beendet. Dort wartete mit Mei-Li Folk aus Hessen bereits die alles dominierende Boxerin dieser Klasse. Schwieger war schlicht chancenlos und verlor trotz großer Moral mit 4:6. „Mei-Li ist im Moment einfach nicht zu schlagen“, erkannte Schlender die Dominanz der Kontrahentin an. Schwieger selbst zeigte sich ein wenig enttäuscht, wollte sie doch unbedingt gewinnen. Ihr blieb der dritte Platz – immerhin.

Insgesamt fiel das Fazit der Stendaler Delegation durchweg positiv aus. Schließlich war auch der Austragungsort in Rostock/Warnemünde recht reizvoll. „Insgesamt war es ein sehr gut organisiertes Turnier. Die Sporthalle war direkt hinter dem Deich. Wir waren von Dienstag bis Sonntag da und haben die Ostseeluft genossen“, so Schlender.

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