HANDBALL – NORDCUP, VIERTELFINALE: Preußen nun unter den letzten Vier

Schönhausen zeigt Moral

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Halfinal-Ticket im Nordcup gebucht: Thomas Matzke (am Ball). Mit Preußen Schönhausen kam er gegen die HSG Altmark West II nach Verlängerung eine Runde weiter.

Jerichow – Was war das für ein Kraftakt: Preußen Schönhausen hat am Sonnabend in der Sporthalle Jerichow das Halbfinal-Ticket im Handball-Nordcup gebucht.

Erst in der Verlängerung setzte sich die Sieben um Routinier Steffen Arndt mit 32:29 (25:25/10:11) nach Verlängerung gegen den westaltmärkischen Vertreter HSG Altmark West II durch.

Neben Schönhausen zogen auch der BSV Magdeburg II sowie der SV Irxleben in die Runde der letzten Vier ein. Der SV Oebisfelde III spielt zudem den vierten Halbfinal-Teilnehmer gegen die SG Fortschritt Magdeburg aus.

Aluminiumpech für Schönhausen

Dabei sah es in der Anfangsphase für Schönhausen nicht gut aus. Das erste Tor gelang den Gastgebern nach neun Minuten zum 1:3. Zuvor trafen die Schönhäuser mehrmals das Aluminium oder leisteten sich Fehlwürfe. Dieses Manko fiel auch Steffen Arndt auf. „Das Problem haben wir in letzter Zeit häufig. Wir wollen dann zu genau werfen.“

In der Folge fingen sich die Preußen und kamen auf 3:4 heran (14.). Diesen engen Spielstand konnte Schönhausen im weiteren Verlauf der Begegnung lange halten und ließ die Zweitvertretung der HSG Altmark West maximal auf zwei Tore davonziehen. Mit 10:11 ging es aus Schönhäuser Sicht in die Pause.

Die Arndt-Sieben kam mit Selbstvertrauen aus der Kabine und verwertete direkt den ersten Konter zum 11:11. In der 34. Minute ging Schönhausen sogar erstmals in Front (13:12). Doch dann kam ein Bruch ins Spiel der Preußen, die komplett den Faden verloren. Die HSG spielte die Angriffe sauber zu Ende und schien mit dem Fünf-Tore-Vorsprung beim Stand von 22:17 bereits als Sieger festzustehen (47.).

Klare Ansprache zeigt Wirkung

Es folgte eine Auszeit, die bei Schönhausen die Wende einläutete. „Dann haben wir alles nach vorne geworfen“, so Arndt. Die Ansprache zeigte Wirkung. Schönhausen kämpfte sich zurück und erzwang die Verlängerung, in der man mit 32:29 das bessere Ende für sich hatte. „Wir konnten immer wieder aufschließen und zum Schluss war der kämpferische Wille einfach mehr gegeben“, erklärte Arndt, der an das Weiterkommen mit seinem Team glaubte.

Die Freude bei Steffen Arndt über das Erreichen des Halbfinals war nach Spielschluss groß: „Das ist das erste Mal für uns. Wir sind bislang maximal bis zum Viertelfinale gekommen. Jetzt müssen wir sehen, welcher Gegner auf uns zukommt.“

Preußen Schönhausen: St. Skirat, Stein - Th. Matzke (3), M. Matzke (16), Sv. Skirat (3), Kurth (4), Arndt (1), Müller (4), Ziehm (1).

HSG Altmark West II: Hübener - Leder (4), Soeder (7), Behrmann (2), Morris, Giggel, Hübener (6), Glückselig (4), Nerlich (4), Günther, Texdorf (2), Dörwald.

VON PATRICK NOWAK

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