Handball – Verbandsliga: HV Solpke/Mieste bezwingt den HV Lok Stendal mit 31:22 (16:12)

„Die Schmach ist Geschichte“

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Der Solpker/Miester Maximilian Kleist (Mitte) wird hier von den beiden Stendalern Chris Rosentreter (rechts) und Elias Tembe in die Zange genommen.

Mieste. Es sollte die Revanche gelingen. Die Verbandsliga-Handballer des HV Solpke/Mieste hatten nämlich das Hinspiel beim HV Lok Stendal klar mit 20:30 verloren.

Am Sonnabend trafen beide Mannschaften das zweite Mal in dieser Saison aufeinander und dabei drehten die Westaltmärker den Spieß tatsächlich um, denn am Ende behielten die Hausherren ebenso deutlich mit 31:22 (16:12) die Oberhand.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich HV-Trainer Marco Weis auch nach der Partie. „Die Schmach aus dem Hinspiel ist damit Geschichte. Es war ein schönes Spiel, wobei meine Mannschaft ein ganz anderes Gesicht gezeigt hat als zuletzt beim TuS Magdeburg“, spielte Weis auf den katastrophalen Auftritt seiner Sieben am zurückliegenden Spieltag an. Bis zum 6:6 gestaltete sich die Partie zunächst ausgeglichen, ehe sich die Hausherren ein kleines Polster erarbeiteten – 11:8. Die Stendaler verkürzten den Rückstand dann zwar auf 10:11 (23.), doch bis zur Pause legten die Gastgeber noch einmal einen Zwischenspurt hin und gingen mit einem klaren 16:12 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Solpker/Miester dann zunächst tonangebend und führten beim 26:16 erstmals mit zehn Treffern (44.). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt natürlich entschieden, was offensichtlich dafür sorgte, dass die Konzentration etwas nachließ. Zumindest in der Offensive. In der Deckung blieben die Hausherren weiter voll auf der Höhe, wobei besonders der Mittelblock mit Steve Sauer, Philipp Gürtler und Philipp Seiler nur selten zu überwinden war. „Wir haben in der zweiten Halbzeit einfach zu lange keinen Zugriff auf das Spiel bekommen und haben teilweise kopflos agiert. Zudem konnten wir uns in dieser Phase kaum Torchancen erarbeiten. In der ersten Halbzeit war das Spiel meiner Mannschaft in der Summe zwar noch in Ordnung, aber 20 gute Minuten reichen eben nicht aus“, musste Jörg Schulze, Trainer des HV Lok Stendal, am Ende eingestehen.

In der letzten Viertelstunde spielten die Solpker/Miester ihren Stiefel relativ schnörkellos herunter, wobei die sichere Führung nicht mehr in Gefahr geriet. Am Ende leuchtete nämlich ein 31:22 auf der Anzeigetafel. „Nach dem schwachen Auftritt in Magdeburg hat die Mannschaft eindeutig die richtige Reaktion gezeigt, wobei ich weiterhin nicht verstehe, warum so eine Leistung nur in eigener Halle möglich ist“, blickte Marco Weis auf die schwache Auswärtsbilanz.

• HV Solpke/Mieste (Tore): Kropf, Wagner - Gürtler (7), Röscher, Schiefelbein (1), Leder, Sauer (9), Texdorf (2), Seiler (5), Hesse, Dannies (2), Kleist (4), Krause (1).

• HV Lok Stendal: Kurze, Vogel - Schumann (2), Leinung (2), Krähe (4), Hepper (1), Lemme (1), Hentschke (1), Tembe (3), Görnemann (1), Rosentreter (7), Ryssmann.

Von Tobias Weber

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