Schlüsselspiel: Es geht ums nackte Überleben

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Für Andreas Kalupke (am Ball) und die Handballer des SV Oebisfelde steht morgen in eigener Halle ein echtes Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Programm.

Oebisfelde. - Von Christian Buchholz. Schicksalsspiel. Unter dieser Überschrift könnte der erste Auftritt der Oebisfelder Handballer im neuen Jahr stehen. Denn mit dem HSV Naumburg/Stößen kommt morgen ein Gegner in die Hans-Pickert-Halle, der ein Leidensgenosse, vor allem aber ein Hauptkonkurrent des SVO im Kampf um den Klassenerhalt ist. Beide Teams stehen mit 7:17 Punkten im unteren Tabellendrittel und befinden sich in Abstiegsgefahr.

Deshalb zählt für die Männer von Trainer Thomas Meinel nur ein Sieg, um sich ein wenig Luft zu verschaffen. Der Druck ist groß, doch Angst vorm Versagen haben die Allerstädter nicht. „Das wäre der verkehrte Weg. Wir sind uns unserer Stärken bewusst“, gibt SVO-Coach Meinel zu Protokoll.

Zwischen den Feiertagen hat er sich und der Mannschaft keine Pause gegönnt. Einige Trainingseinheiten und ein Testspiel gegen die SG Solpke/Mieste standen auf dem Programm. „Ich habe vor allem Wert auf den konditionellen und den taktischen Bereich gelegt. Aber natürlich habe ich auch zahlreiche Einzelgespräche geführt.“ Thomas Meinel war nicht nur als Trainer, sondern auch als Psychologe gefragt. Er weiß genau, welche Stärken seine Spieler haben und das sagte er ihnen auch. Mit gestärktem Selbstvertrauen geht es also in die Rückrunde. Und mit Florian Seiler.

Der lange verletzte Linksaußen des SV Oebisfelde wird gegen Naumburg/Stößen endlich wieder mit dabei sein. Und er will mit seinen Toren dazu beitragen, dass das Thema Abstiegskampf an der Aller schnell zu den Akten gelegt werden kann. Immerhin gehörte Seiler vor seiner Verletzung zu den Leistungsträgern beim SVO. Doch nicht nur auf ihn kommt es an. „Insgesamt muss die Leistung sowohl im Angriff als auch in der Abwehr besser werden, dann gewinnen wir auch wieder unsere Spiele“, hat Meinel ein einfaches Erfolgsrezept parat.

Mit dem Gegner konnte sich der SVO-Trainer noch nicht richtig beschäftigen. Videomaterial gab es keines, so muss er sich auf einige Berichte im Internet beschränken. Doch ohnehin ist ihm lieber, wenn sich seine Jungs auf die eigenen Stärken besinnen und diese vor allem in die Tat umsetzen.

Am kommenden Mittwoch steht für den SV Oebisfelde übrigens noch ein weiteres Pflichtspiel an. Dann kommt der SV Anhalt Bernburg in die Pickert-Halle. Ab 20 Uhr geht es nämlich um die Qualifikation zur ersten Runde des DHB Pokal-Wettbewerbs 2011/12. Doch zunächst einmal genießt der Liga-Alltag höchste Priorität.

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