Fußball – Kreisoberliga: Verfolgerduell geht an Bismark/Kläden / Tangerhütte marschiert weiter vorneweg

Schinne fehlt die Effektivität

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Kevin Assmann (rechts) war unermüdlicher Antreiber der Schinner Eintracht, konnte an der Pleite gegen Marcel Leutz (liegend) und die SpG Bismark/Kläden aber nichts ändern.

Altmark. Nach fünf Spielen ohne Niederlage hat der VfB Elbe Uetz am 26. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga wieder verloren. Besonders ärgerlich ist das, weil die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller punktete.

Kevin Assmann (rechts) war unermüdlicher Antreiber der Schinner Eintracht, konnte an der Pleite gegen Marcel Leutz (liegend) und die SpG Bismark/Kläden aber nichts ändern.

An der Tabellenspitze marschiert dagegen Tangerhütte weiter in Siebenmeilenstiefeln in Richtung Meisterschaft, während Bismark/Kläden das Verfolgerduell gegen Schinne für sich entschied. SpG Bismark/Kläden – Schinner SV Eintracht 3:1 (2:1). Schinnes Trainer Lars Reifke war hörbar angegriffen: „Die Niederlage tut sehr weh, zumal wir die ganze Zeit spielbestimmend waren.“ Laut Eintracht-Coach kam Gastgeber Bismark/Kläden nur drei Mal vor das Schinner Tor – zeigte sich dabei aber eiskalt. „Wir hatten dagegen Chancen en masse, haben diese aber einfach nicht rein gemacht“, ärgerte sich Lars Reifke. So hätte sein Team im zweiten Durchgang das 2:2 machen müssen, bekam im direkten Gegenzug aber das dritte Gegentor. „Damit war der Drops gelutscht“, so Reifke.

• Tore: 1:0 Daniel Grützmacher (17.), 1:1 Kevin Assmann (21.), 2:1 Grützmacher (43.), 3:1 Erik Bartsch (79.).

Kickers Seehausen – Eintracht Lüderitz 1:1 (1:1). Beide Kontrahenten gingen enttäuscht vom Platz, denn das Unentschieden hilft weder Seehausen noch Lüderitz im Kampf um den Klassenerhalt so richtig weiter. Zudem gab es drei Platzverweise und fußballerische Magerkost. „Es war ein richtiges Abstiegsendspiel, in dem sich beide Teams gegenseitig neutralisierten“, berichtete Kickers-Betreuer Jens Bremer nach dem Schlusspfiff. Die Gäste gingen früh in Führung, kurz darauf glich Seehausen aber schon wieder aus. Danach arbeiteten sich Seehausen und Lüderitz vor allem im Mittelfeld ab. Bitter: Trotz doppelter Überzahl ab Mitte der zweiten Halbzeit schafften es die Platzherren nicht, entscheidende Akzente zu setzen.

• Tore: 0:1 Bojang Omar (8.), 1:1 Sebastian Neumann (10.).

• Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte gegen den Lüderitzer Justin Reinke (56.); Rote Karte gegen den Lüderitzer Florian Brückner (73.) und Gelb-Rote Karte gegen Seehausens Thomas Weingart (90.).

Preußen Schönhausen – SV Krüden/Groß Garz 1:5 (1:3). Als Stefan Lemme in der 15. Minute für Alexander Klarowitz auflegte und der das 1:0 erzielte, war die Welt der Preußen noch in Ordnung. Kurz darauf gelang den Krüdenern/Groß Garzern aber durch einen Doppelschlag die Wende. „Wir waren in der Verteidigung viel zu unkonzentriert“, bemängelte Preußen-Coach David Leue. Schönhausen steckte aber nicht auf, arbeitete viel, belohnte sich jedoch nicht. „Das Ergebnis ist im Endeffekt etwas zu hoch ausgefallen, da Krüden nur wenig fürs Spiel getan und hauptsächlich gekontert hat“, ärgerte sich Schönhausens Trainer.

• Tore: 1:0 Alexander Klarowitz (15.), 1:1 Tobias Schulz (20.), 1:2 John Neumann (21.), 1:3 Danny Glombitza (28.), 1:4 Tobias Schiffner (50.), 1:5 Glombitza (87.).

Empor Kamern – Blau-Gelb Goldbeck 0:1 (0:1). Die Goldbecker reisten ohne gelernten Stürmer und nur mit zwölf Spielern an. Für den hart erkämpften Auswärtssieg gab es aber eine kleine Prämie: Goldbecks Spielertrainer David Rose spendierte für seine Spieler auf der Rückfahrt eine Runde Döner. „Die Jungs haben sich ordentlich reingehängt, das richtig gut gemacht und sich deshalb eine Belohnung verdient“, erklärte Rose, der mit Karsten Moreau (kam aus Arneburg) einen frischen Neuzugang sofort einsetzen konnte. Gastgeber Kamern trauerte nach dem Abpfiff indes den vergebenen Chancen hinterher. „Unsere Niederlage war unglücklich, denn wir haben ein paar richtig gute Chancen vergeben“, so Trainer Holger Krone.

• Tor: 0:1 Kevin Wothe (44.).

Weiß-Blau Stendal – Germania Tangerhütte 0:8 (0:4). Es war das erwartet einseitige Spiel und auch das Ergebnis ging in der Höhe in Ordnung. „Wir waren in allen Belangen einen Ticken besser“, erklärte Tangerhüttes Mittelfeldmann Robert Taube. Bereits zur Halbzeit war das Spiel entschieden. Trotzdem gab sich Gastgeber Weiß-Blau zu keiner Zeit auf. „Stendal hat stets versucht, das Ergebnis in Grenzen zu halten“, lobte Taube den Gegner. Dass das nicht ganz klappte, lag auch an Daniel Rapczinski, der sich mit vier Treffern ein paar Schulterklopfer seiner Mitspieler verdiente.

• Tore: 0:1 Sören Buchholz (1.), 0:2 Daniel Rapczinski (9.), 0:3 Buchholz (24.), 0:4 Rosario Schulze (42.), 0:5 Dennis Tiefenbach (60.), 0:6, 0:7, 0:8 Rapczinski (66., 68., 80.).

VfB Elbe Uetz – Germania Klietz 2:3 (0:3). An der ersten Halbzeit hatte Sören Stamer, Trainer von Germania Klietz, überhaupt nichts auszusetzen: „Meine Jungs haben sehr guten Fußball gespielt und verdient zur Pause mit 3:0 geführt.“ Nach dem Seitenwechsel nahmen die Klietzer dann merklich das Tempo aus dem Spiel. Erst in der Schlussphase kam Uetz zurück, profitierte von einem kapitalen Schnitzer des Klietzer Schlussmanns und verkürzte in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar noch auf 2:3. „Durch einen individuellen Fehler haben wir Uetz wieder ins Spiel kommen lassen, gegen Ende wurde es deshalb nochmal richtig hitzig“, resümierte Stamer.

• Tore: 0:1 Tobias Völker (8.), 0:2 Florian Hochheim (24.), 0:3 Marcus Blümner (41.), 1:3 Daniel Brandenberger (88.), 2:3 Pascal Rudowski (90.).

KSG Berkau – 1. FC Lok Stendal II 1:0 (0:0). „Wir waren nicht das bessere, aber das glücklichere Team“, konstatierte Berkaus Trainer Björn Staschat nach Spielschluss. Wie erwartet bestimmten die Stendaler von Beginn an das Geschehen. Berkau beschränkte sich indes vor allem auf die Defensive. „Wir haben die Räume eng gemacht und über den größeren Willen und Kampf das Spiel gewonnen“, so Staschat. Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der zweiten Halbzeit, als Steven Fuchs einen Berkauer Konter mit dem Tor des Tages abschloss. Die Lok-Reserve warf in der Schlussphase zwar nochmal alles nach vorn, um wenigstens noch einen Punkt aus Berkau mitzunehmen – jedoch vergeblich.

• Tor: 1:0 Steven Fuchs (54.).

Rossauer SV – Post SV Stendal 4:0 (4:0). Die Partie ging überraschend deutlich an die Rossauer. Die Gastgeber waren besonders bei Standards gefährlich. Das 1:0 resultierte aus einer Freistoßflanke, der zweite Treffer fiel nach einer Ecke. Beide Tore erzielte Stefan Wallmann per Kopf. „Die Laufwege bei Standards haben wir einstudiert. Das hat sehr gut funktioniert“, so Rossaus Trainer Christian Schulze. Zwei weitere Tore vor der Pause sorgten für die Vorentscheidung.

• Tore: 1:0, 2:0 Stefan Wallmann (7., 19.), 3:0 Christian Feger (35.), 4:0 Stefan Huth (37.).

Von Christian Buchholz

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