22. ARENDSEE-TRIATHLON Profisportler knackt Rekord und lobt Atmosphäre

Schillings Ziel – Ironman Hawaii

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Profisportler Alexander Schilling (l.) und Lokalmatador Karsten Thiede, der in Arendsee seinen 100. Triathlon absolvierte.

Arendsee – Die Fußballspieler träumen vom Sieg bei einer Weltmeisterschaft und Tennisspieler von einem Sieg in Wimbledon. Der Traum aller Triathleten ist indes ein Start beim Ironman auf Hawaii.

Diesen Traum will sich der Leipziger Alexander Schilling erfüllen, der für die Triathlonfüchse Osterburg seine Wettkämpfe bestreitet und am Sonntag beim 22. Arendsee-Triathlon mit einer hervorragenden Zeit von 3:47:46 Stunden einen neuen Streckenrekord auf der Mitteldistanz aufstellte.

Marie Alert siegte auf der Mitteldistanz.

„Wir hatten heute Glück mit dem Wetter, für mich war das ein richtig guter Tag“, zeigte sich der 30-Jährige nach dem Wettkampf hochzufrieden. „Danke an die Füchse für die Top-Veranstaltung, die bei jedem in der Region ganz weit oben in der Rennliste stehen sollte. Die Atmosphäre in Arendsee ist wirklich sehr angenehm. Es sind so viele Leute hier, es ist nicht so anonym wie bei anderen Wettkämpfen.“

Lokalmatador Andreas Harloff saß für seine Staffel auf der Mitteldistanz 90 Kilometer auf dem Rennrad-Sattel.

Die Mitteldistanz in Arendsee passte in diesem Jahr hervorragend in das Vorbereitungs- und Wettkampfprogramm des Profisportlers, der in jeder Woche bis zu 30 Stunden im Schwimmbecken, auf dem Rad oder laufend absolviert. Der Wettkampf in der Seestadt lief für Alexander Schilling nach eigener Aussage „optimal“, was auch an den Wetterbedingungen lag. Temperaturen um die 24 Grad und kein Wind sorgten für einen „flachen“ See und für keinerlei Beeinträchtigungen auf Radstrecke nach Tannenkrug. „Die Kinder hatten nicht so viel Glück“, meinte Alexander Schilling, der am windigen Vortag beim 12. Goyer-Spielzeugwelt Triathlon im Ziel die Medaillen des Kreissportbundes Altmark West verteilte und so dem Nachwuchs seine Wertschätzung entgegenbrachte.

Persönlich verfolgt der Leipziger das ganz große Ziel. „Ich möchte als Profi beim Ironman auf Hawaii dabei sein“, so der sympathische Sportler, der hofft, dass er schon in diesem Jahr die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Oktober realisieren kann. Deshalb bereitet sich Alexander Schilling intensiv auf den Ironman im schwedischen Kalmar vor, der im August stattfindet.

Nicht nur für Schilling hat sich der Start in Arendsee gelohnt. „Wir waren bereits im April komplett ausgebucht“, erzähle Hendrik Meier von den Triathlonfüchsen Osterburg, die diesen Wettkampf wieder organisiert haben. Füchse-Chef Kersten Friedrich hat von den knapp 600 Wettkämpfern viele lobende Worte erhalten, die er an seine Mitstreiter weiterreichte. „Ich danke allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ohne unsere Sponsoren, die vielen Helfer, sowie die Partner wie die Sekundarschule Arendsee, die Stadt Arendsee um Bürgermeister Norman Klebe, die Feuerwehr, die DLRG, die Johanniter, die Polizei, Dr. Volkmar Schröter und unsere Biker-Freunde wäre eine solche Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich.“

Die großen Starterfelder, die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, sind die Folge des guten Rufes, den sich der Arendsee-Triathlon der Füchse seit 22 Jahren erworben hat. Zudem ist die Mitteldistanz mit zwei Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad und 21 Kilometer Laufen ein echtes Zugpferd. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Triathlon-Veranstaltung in der Region macht sich positiv bezahlt. Am kommenden Sonntag findet in Uelzen der O-See-Triathlon statt, unter den Teilnehmern, die in Arendsee und Uelzen die Halbdistanz erfolgreich absolviert haben, wird ein Startplatz für den Ironman in Hamburg verlost. „Zweimal halb, ist einmal lang“, versprechen die Organisatoren.

Eine Zusammenarbeit gibt es auch in der Altmark mit dem Hasselaner Triathlon Club und dem RSC Orkan Havelberg, die am 14. Juli den Altmark-Triathlon (Hassel) und am 20. Juli den Havelberg-Triathlon veranstalten. Der Jedermann-Wettbewerb der drei Veranstaltungen sind kombiniert zum „EDEKA Bessing altmark3Cup“. Dieser Cup richtet sich vor allem an Freizeitsportler, die auf den anspruchsvollen und attraktiven Wettkampfstrecken der Region eine echte Herausforderung suchen.

„Wir sind keine Exoten mehr“, freute sich Ronald „Pit“ Krüger, der den Arendsee-Triathlon einst aus der Taufe gehoben, angesichts der hohen Starterzahlen. 1996, damals noch im Standbad, waren 30 Sportler beim ersten Ausdauer-Dreikampf in der Seestadt dabei. „Diese Entwicklung ist schon toll. Arendsee ist einer der schönsten Triathlon-Wettkämpfe“, findet Krüger, der sich bereits jetzt auf die 23. Auflage, die am 21. Juni 2020 stattfinden wird, freut.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

Knapp 600 Teilnehmer beim 22. Arendsee-Triathlon

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