Ehemaliger FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann spricht im AZ-Interview über seine Verbindungen zur Altmark

„Es ist schade, was mit Lok Stendal passiert ist“

tha Stendal. Der Magdeburger Bernd Heynemann galt zu seiner aktiven Zeit als einer der besten deutschen Schiedsrichter und schlüpfte in Stendal nochmal in die Rolle des Unparteiischen.

Die Altmark-Zeitung sprach mit ihm über seine Verbindungen zur Altmark und seine Zeit nach der Bundesliga.

AZ: Herr Heynemann, ein ehemaliger Bundesligaschiedsrichter in der Altmark, das hat man selten. Wie kam der Kontakt zum Post SV Stendal zustande?

Bernd Heynemann: Der Vorsitzende Rico Goroncy hat bei mir angefragt und ich hab gesagt, wenn die Mannschaften einverstanden sind, bin ich dabei.

Was verbinden Sie mit der Altmark?

Ich habe zu DDR-Zeiten oft Lok gepfiffen. Besonders wenn Derbys anstanden, war im „Hölzchen“ immer viel los. Ich finde es schade, was über die Jahre mit Lok Stendal passiert ist. Sie könnten eigentlich der Leuchtturm im Norden von Sachsen-Anhalt sein.

Sind Sie noch irgendwie im Fußball aktiv?

Ich pfeife noch bei Traditions- und Abschiedsspielen und spiele selbst bei den Alten Herren vom PSV Magdeburg in der 2. Kreisliga. Das reicht mir inzwischen völlig aus.

Sie galten als der beliebteste Schiedsrichter der Bundesliga, sind in dieser Zeit Freundschaften entstanden, die Sie heute noch pflegen?

Freundschaften nicht, aber man trifft sich sehr häufig. Zum Beispiel beim „Tag der Legenden“, den Reinhold Beckmann immer in Hamburg veranstaltet. Ich bin auch Mitglied bei den „Gofus“, das ist eine Vereinigung von golfspielenden Fußballern, die für einen guten Zweck spielen. Da bin ich als einziger Schiedsrichter dabei.

Wie hat Ihnen das Turnier heute gefallen?

Es war perfekt organisiert und hätte noch mehr Zuschauer verdient gehabt. Überraschend war für mich, wie stark Lok Stendal nach der Vorrunde nachgelassen hat.

AZ: Vielen Dank für das kurze Gespräch!

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