FUSSBALL – LANDESKLASSE Lemke-Doppelpack entscheidend

Saxonias Arbeitssieg

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Konnte nicht viel ausrichten: Sören Buchholz (rechts). Der Kapitän des SV Germania Tangerhütte musste sich im Derby gegen Pascal Lemke (am Ball) und Saxonia Tangermünde geschlagen geben.

Tangermünde – „Am Ende kann man das unter Arbeitssieg verbuchen. “ Steffen Lenz war mit dem Ausgang des Tanger-Derbys in der Fußball-Landesklasse am Sonnabend einverstanden.

Der Trainer hat sich mit seinem FSV Saxonia Tangermünde 3:0 (1:0) gegen den SV Germania Tangerhütte durchgesetzt. Damit bleiben die „Roten Adler“ auch im sechsten Heimspiel ohne Punktverlust. Tangerhütte bleibt Zwölfter mit weiterhin neun Zählern Abstand auf den Abstiegsplatz.

Germania-Torwart Konrad Buschendorf musste nach Abpfiff die Überlegenheit des Gegners anerkennen. „Tangermünde hatte Chancen“, so der Keeper, der mit einer gebeutelten Tangerhütte-Elf zum Nachbarn reisen musste. „Viele schleppen sich mit Erkältungen herum.“ Tangermünde hatte wie zu erwarten die Kontrolle über das Spiel. Leicht war es gegen die tapferen Germanen aber nicht. Die gegnerische Mannschaft von Trainer Jürgen Dobberkau habe die Räume verengt und Abwehrpressing gespielt, beobachtete Lenz.

Es dauerte bis kurz vor der Pause zur 1:0-Führung durch eine Einzelaktion von Richard Liebisch (39.). Zuvor blieben die Hausherren vor Buschendorfs Tor glücklos. Pascal Lemke vergab nach gutem Umschaltspiel die beste Saxonia-Gelegenheit. Demnach sei das Liebisch-Tor ein „Türföffner“ für den Derby-Sieg gewesen, wie Steffen Lenz es später in seiner Analyse nannte. Zudem habe man seinem Team angemerkt, dass es drei Wochen aus dem Spielrhythmus gewesen sei. „Gewisse Abläufe haben nicht so funktioniert, wie wir es letztlich kennen.“ Am 1:0 zur Pause für Tangermünde änderte dies aber nichts. Tangerhütte traf in der Vorwoche übrigens das gleiche Schicksal in Form einer Spielabsage.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich auf dem Platz nicht viel. Tangermünde blieb bestimmend und die Gäste waren mit Defensivarbeit beschäftigt. Einmal ließ die Abwehr der Dobberkau-Elf Lemke zu viel Platz. Der Offensivmann zog einfach ab – 2:0 (53.). Nach diesem Treffer konnte bereits von einer Vorentscheidung gesprochen werden. Die Saxonen fanden sich mit diesem Vorsprung immer besser zurecht, ließen den Ball geduldig zirkulieren und warteten auf ihre Möglichkeiten.

Lemke verpasste zunächst sein zweites Tor freistehend (66.), ehe er eine Vorarbeit von Sebastian Bäther nur noch über die Linie drücken musste (70.). Viel spektakulärer wurde es in der Schlussphase nicht mehr. Alexander Klitzings Versuch wurde geblockt, Florian Starks Freistoß ging weit drüber (82.). Das trübte die Saxonia-Stimmung jedoch nicht nach den drei erarbeiteten Punkten.

VON PATRICK NOWAK

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