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Saxonia Tangermünde holt 1:1 bei Rutschpartie gegen den VfB Sangerhausen

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Von: Tobias Haack

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Bittner wirft sich in einen Schuss.
Niklas Bittner (rechts) räumte in der Defensive fleißig auf. © Haack

Der FSV Saxonia Tangermünde hat in der Fußball-Verbandsliga auch das siebente Heimspiel in Folge nicht verloren. Beim 1:1 gegen Sangerhausen brauchte es aber eine gute Torwartleistung.

Insgesamt acht Partien waren in Sachsen-Anhalts höchster Spielklasse am Wochenende wegen des plötzlichen Wintereinbruchs abgesagt worden. Für die Saxonia kam dieses Szenario nicht infrage. Der Aufsteiger wollte spielen, wenngleich ihm aufgrund einer recht angespannten Personalsituation auch ein Spielausfall nicht ungelegen gekommen wäre.

„Ich bin froh, dass wir das Spiel gespielt haben, weil die Terminlage auch so schon verzwickt ist. Wir hätten gar kein Wochenende mehr frei gehabt, um nachzuholen“, erklärte FSV-Coach Steffen Lenz, warum der Ball im Stadion „Am Wäldchen“ unbedingt rollen sollte. Damit er dies tat, hatten zahlreiche fleißige Helfer im Vorfeld die Strafräume und Linien vom Schnee befreit, dann konnte ein Winter-Kick starten, der letztlich auf gar keinem so schlechten Niveau stattfand.

Lenz musste mit seinem Team auf Kapitän Jonas Lehmann (krank), Spielmacher Alexander Klitzing (privat verhindert) und auf die beiden etatmäßigen Torhüter Tim-Ole Runge (privat verhindert) und Dave Kuß (verletzt) verzichten. Eine große Hypothek, die zunächst aber keine Rolle spielte. In der dritten Minute setzte Daniel Groß die erste Möglichkeit an den Pfosten, nur wenige Sekunden später landete das Leder nach einem Einwurf bei Lars Korte, der den Ball zum 1:0 über die Linie stocherte (4.).

Ich bin froh, dass wir das Spiel gespielt haben, weil die Terminlage auch so schon verzwickt ist. Wir hätten gar kein Wochenende mehr frei gehabt, um nachzuholen.

Steffen Lenz (Trainer, Saxonia Tangermünde)

Die Sangerhäuser Antwort war eine gute Kombination über links, an deren Ende Philipp Glage angeschossen wurde und somit glücklich zum 1:1 traf (8.). Es war ein packender Beginn und es blieb kurzweilig. In der 20. Minute zog der VfB mit einer Dreifachchance auch nach Pfostentreffern gleich. Danach geriet ein Sangerhäuser Rückpass zu kurz, Torhüter Eric Brünoth gewann aber mit Ach und Krach das Laufduell gegen Maurice Schmidt (23.).

Der Tangermünder Torjäger stand nun im Mittelpunkt: Erst leitete er ein Abseitstor von Marco Heise ein (25.), dann hatte er zweimal die Führung auf dem Fuß, wurde aber konsequent geblockt (34., 41.). Überhaupt war es beeindruckend, wie leidenschaftlich die abstiegsbedrohten Gäste ihren Strafraum verteidigten. Saxonia ließ derweil zu viele Standards gegen sich zu. Mit dem Pausenpfiff verhinderte A-Jugend-Torhüter Hendrik Niegengerd per Glanzparade einen Kopfballtreffer nach Freistoßflanke.

Wir hätten uns mehr erwünscht, aber man hat auch gesehen, dass der Gegner eine sehr gute Qualität hat. Deshalb können wir mit dem Punkt gut leben.

Steffen Lenz (Trainer, Saxonia Tangermünde)

In den zweiten 45 Minuten blieb es offen. Tangermünde machte das Spiel, Sangerhausen kam aber auch immer wieder zu seinen Möglichkeiten. Es war Youngster Niegengerd, der sich mit starken Reflexen gegen Ousmane Ndiaye (60.) und Niklas Kern (79.) zum heimlichen Matchwinner aufschwang, denn so klar wie der VfB bei diesen beiden Möglichkeiten kam die Saxonia nicht mehr zum Abschluss. „Hendrik hat ein überragendes Spiel gemacht. Er hat ein sehr gutes Positionsspiel und gezeigt, warum wir das Vertrauen in ihn gesetzt haben“, lobte Trainer Steffen Lenz seinen Torwart der Zukunft.

Für die Kaiserstädter hätten Schmidt (50., 63.) und Korte (68.) an einem perfekten Tag sicherlich noch zum 2:1 eingenetzt. Dieses Mal jedoch blieb es beim insgesamt gerechten Remis, das vielleicht sogar ein bisschen glücklich war. Lenz: „Wir hätten uns mehr erwünscht, aber man hat auch gesehen, dass der Gegner eine sehr gute Qualität hat. Deshalb können wir mit dem Punkt gut leben.“

Tore: 1:0 Lars Korte (4.), 1:1 Philipp Glage (8.).

FSV Saxonia Tangermünde: Niegengerd - Bäther, Groß, Liebisch, Zaporoshchenko - Heise (65. Ehricke), Bittner, Kühne, Korte - Lemke, M. P. Schmidt.

Alle Spielberichte, Trainerstimmen und Statistiken zum Fußball-Wochenende findet Ihr im Montagssportteil Eurer Altmark-Zeitung.

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