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Saxonia Tangermünde eröffnet heute die Saison gegen den 1. FC Lok Stendal

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Von: Tobias Haack

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Schulze jubelt über einen Treffer.
Rosario Schulze wird heute im Fokus stehen. © Haack

Die Fußball-Altmark scharrt mit den Hufen, heute Abend ist es nun endlich soweit: Die neue Verbandsliga-Saison startet um 18.45 Uhr mit dem Eröffnungsspiel-Derby zwischen dem FSV Saxonia Tangermünde und dem 1. FC Lok Stendal.

Über 1 000 Zuschauer werden im Stadion „Am Wäldchen“ erwartet. Ein würdiger Rahmen für eine Partie, die es als Pflichtspiel seit knapp 35 Jahren nicht mehr gegeben hat. Als Einstimmung auf die Begegnung hat die AZ-Sportredaktion beide Teams einem Vergleich unterzogen.

Die Ausgangslage

Der FSV Saxonia Tangermünde kommt aus drei rauschhaften Jahren, die den Verein bis hoch in die Verbandsliga gespült haben. „Sie haben sich das absolut verdient, in dieser Liga anzutreten“, schätzt Lok-Trainer Jörn Schulz anerkennend ein. „Dass wir jetzt in dieser Klasse spielen, zeigt wie gut und nachhaltig in unserem Verein in den letzten Jahren gearbeitet wurde“, unterstreicht FSV-Coach Steffen Lenz. Die Stendaler bekommen für ihre Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit weniger Komplimente. Sie sind im Vorjahr krachend aus der Oberliga abgestiegen und stehen nun vor einem Neustart. Dieser sah in den vergangenen Wochen jedoch recht vielversprechend aus.

Die Vorbereitung

Aus einer kurzen, aber intensiven Sommervorbereitung sind beide Trainer mit einem zufriedenen Fazit gegangen. Die Tangermünder stolperten einmal gegen Stahl Brandenburg (1:3), zeigten sich ansonsten aber ordentlich in Form. Ein Ausrufezeichen war das 2:2 gegen Oberligist Mecklenburg Schwerin. Die Saxonen sehen sich gewappnet für das große Ziel Klassenerhalt.

Die Vorbereitung des 1. FC Lok Stendal hat sogar noch mehr Eindruck hinterlassen als die des heutigen Kontrahenten. Gegen die Oberligisten Rathenow (2:2) und Dynamo Schwerin (2:1) blieb die Schulz-Elf ungeschlagen. Gegen Mit-Absteiger Brandenburg Süd gab es unlängst ein 6:3-Schützenfest. Die Eisenbahner scheinen mehr als bereit und zeigen vor allem offensiv ganz ungeahnte, neue Qualitäten. Die Gäste müssen deshalb heute Abend mit der Favoritenrolle leben.

Das Personal

Personell hat sich bei beiden Vereinen im Sommer viel getan. Tangermünde musste aufrüsten, um auch in der Breite Verbandsliga-Tauglichkeit herzustellen. Der 1. FC Lok musste nach dem Abstieg einen großen Umbruch moderieren. Es gab ein munteres Kommen und Gehen – interessanterweise auch zwischen den beiden Klubs. Stendal warb mit Florian Stark und Rosario Schulze zwei Eckpfeiler des Tangermünder Aufstiegs ab, verlor dafür allerdings Rechtsaußen Maurice Schmidt an die Elbestädter. Klar, dass dieses Trio heute Abend besonders im Fokus steht. Auf dem Papier gehen Saxonia und Lok jeweils mit einem stattlichen Kader in die neue Spielzeit. Der 1. FC Lok verfügt dabei über deutlich mehr höherklassige Erfahrung. Tangermünde baut auf Talente aus der Region, die sich wahrscheinlich erst an die Verbandsliga gewöhnen müssen. Bestenfalls möglichst schnell.

Die Trainer

Die Trainer sind auf beiden Bänken seit Jahren absolute Konstanten – und haben jeweils eine sportliche Vergangenheit beim heutigen Gegner. Steffen Lenz war in den 1990er-Jahren Teil der Stendaler DFB-Pokal-Helden. Jörn Schulz dribbelte zu seiner aktiven Zeit auch kurzzeitig mal für Tangermünde auf. Ihre eigene Geschichte stellen die Trainer vor dem heutigen Derby aber hintenan. „Wir werden versuchen, unsere Tugenden einzubringen. Lok hat offensiv eine unglaubliche Qualität. Das müssen wir neutralisiert bekommen und ihnen dann mit Nadelstichen wehtun.

Die große Kulisse wird für die Spieler unbekannt sein. Ich hoffe, die Zuschauer können uns tragen“, sagt Steffen Lenz im Vorfeld. Jörn Schulz freut sich ebenfalls auf außergewöhnliche Rahmenbedingungen: „Es wird spannend werden, wie beide Mannschaften mit der Kulisse umgehen. Da musst du ruhig bleiben und die Nerven bewahren. Wer das besser schafft, hat große Chancen zu gewinnen. Von meiner Mannschaft erwarte ich, dass sie das auf den Platz bringt, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben und ihre Angriffe mit Überzeugung ausspielt.“

Mögliche Aufstellungen

FSV Saxonia Tangermünde: Runge - Bäther, M. L. Schmidt, Groß, Ehricke - Lemke, Kühne, Lehmann, Korte - M. P. Schmidt, Klitzing.

1. FC Lok Stendal: Poser - Schleicher, Säyniö, Stark, Knoblich - Werner, Lehmpfuhl, Dolbniev, Vyrych - Salge, Schulze.

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