FUSSBALL – ALTMARKSTROMPOKAL: Fahrlässiger FSV quält sich weiter

Saxonia gibt Rätsel auf

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Um ein Haar gestolpert: Pascal Lemke (links) und Saxonia Tangermünde haben in Schinne (rechts, Marcel Schwiertz) bis zum Schluss ums Weiterkommen bangen müssen.

Schinne – Ein Pokalspiel besonders kurioser Natur haben sich am Sonntag der Schinner SV Eintracht und Saxonia Tangermünde geliefert.

Zwar zog mit dem Endspiel-Gastgeber wie erwartet der Favorit ins Viertelfinale ein, doch was die Kaiserstädter bei ihrem späten 2:1 (0:1)-Erfolg als Leistung auf den Rasen brachten, hinterließ einige Fragezeichen.

Im Vorfeld der Partie spekulierten die zahlreichen Zuschauer lediglich über die Höhe des Tangermünder Sieges. Im Nachhinein musste die Mannschaft von Trainer Steffen Lenz froh sein, das Spiel überhaupt in der regulären Spielzeit gewonnen zu haben. Die Schinner lieferten das ab, was man von ihnen erwarten konnte: Einsatz, Leidenschaft, Moral. Und da die Elf von Trainer Gordon Besa auch noch mit ihrer ersten Chance ins Tor traf, ging sie nach etwas mehr als einer halben Stunde auch mit 1:0 in Führung. Jens Kuschmider nutzte einen Patzer der Tangermünder Gäste (33.).

Die Saxonia hätten zu diesem Zeitpunkt bereits den Deckel auf der Partie haben können. Im Torabschluss agierten sie jedoch grob fahrlässig. Patrice Boehm (8., 17.), Lars Korte (24.), Alexander Klitzing (32.), die Liste der Fehlschützen war lang. Und sie wurde auch im zweiten Abschnitt nicht kürzer. Im Gegenteil: Die Art und Weise wie der Gast seine zahlreichen Großchancen liegen ließ, schwankte zwischen fahrlässig, grotesk und ungewollt komisch. „Ich kann mir das nicht erklären. Zumal wir unter der Woche noch am Torabschluss gearbeitet haben“, schüttelte Steffen Lenz nach der Partie ungläubig den Kopf.

Die klar unterlegenen Schinner blieben im Spiel und hätten um ein Haar einen zweiten Treffer folgen lassen. Hagen Grell (45.) und Torschütze Kuschmider (59.) versagten bei ihren Großchancen allerdings die Nerven. Nach knapp einer Stunde platzte beim Landesklassisten schließlich der Knoten. Klitzing drückte das Leder nach einer Flanke über die Linie (60.). Wenig später sah Schinnes Marcel Schwiertz die Ampelkarte (65.). Der Weg schien bereitet. Tangermünde fand aber nicht mehr aus seinem Trott heraus. So dauerte es trotz Überzahl, Powerplay und weiterer Hochkaräter bis zur 84. Minute, ehe Rosario Schulze das fest eingeplante Weiterkommen sicherstellte. Die Eintracht war dennoch nicht unglücklich. „Das ist ein Ergebnis, das uns nicht runterzieht und uns nicht an Schwung für die Liga verlieren lässt“, zeigte sich Trainer Gordon Besa stolz auf seine Mannschaft.

Tore: 1:0 Jens Kuschmider (33.), 1:1 Alexander Klitzing (60.), 1:2 Rosario Schulze (84.). Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Marcel Schwiertz (65./Schinne).

VON TOBIAS HAACK

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