Fußball-Verbandsligist 1. FC Lok Stendal verliert 1:7 gegen Regionalligist Lok Leipzig

„Sauer“ und „top zufrieden“

Lok gegen Lok: Vincent Kühn (rechts) gegen Sebastian Seifert. Der Stendaler Kühn unterlag dem Leipziger Seifert mit 1:7. Foto: Post

Stendal. In der 24. Minute hätte Benedikt Nellessen die starke Anfangsphase krönen können. Doch der Mittelfeldmann des Verbandsligisten 1. FC Lok Stendal schoss völlig freistehend im Strafraum den gegnerischen Torwart Alexander Glaser an.

Die Führung für die Stendaler im Testspiel gegen den Regionalligisten Lok Leipzig am Sonnabend wäre mehr als verdient gewesen. Stendals Interimstrainer Sven Körner war bis dato „top zufrieden“. Dass die Partie mit 1:7 (1:3) endete und damit standesgemäß an den abgezockteren Regionalligisten ging, war nicht zu erkennen.

Der Druck der heimischen Lok brachte den Viertligisten in die Bredouille. „Ich bin sauer“, ärgerte sich Leipzig-Coach Carsten Hänsel nach dem Testkick. Seine Maßgabe, „zu Null“ zu spielen, ging nicht auf. Nach dem 1:0 per Kopf von Steve Rolleder (27.), folgte vier Minuten später das 1:1 vom auffälligen Juninho, der vor dem Tor cool blieb. Ein Doppelschlag von Rico Engler mit einem Volleyschuss in Minute 37 und abermals Rolleder, der kurz danach nur noch einschieben musste (38.) brachte die Leipziger voran. Deren Übungleiter freute sich allerdings nicht über den 7:1-Sieg. „Eine Katastrophe“ habe er in der ersten Halbzeit erlebt. Seine Jungs traten in der zweiten Halbzeit souveräner auf und schossen nach einer erneut stärkeren Phase der Stendaler nach der Pause ab Minute 72 den Erfolg heraus. Gerald Muwanga per Abstauber (72.), Marcel Trojandt per Strafstoß (80.), zum zweiten Mal Rico Engler per Flachschuss (86.) und Jorgo Nika der zum Schlusspunkt einschob (90.) besorgten den Rest. Hänsel war es egal. „Wenn wir so gegen Babelsberg in zwei Wochen spielen, steht es 0:5 nach der ersten Halbzeit.“ Das kann man auch als Lob werten, dass Stendals Pressing in der ersten Halbzeit für das schwache Spiel des Regionalligisten sorgte. Verbesserungspotenzial sieht auch Kollege Körner. „Wir müssen uns noch verstärken“, sagte der Noch-Interimsübungsleiter. „Für jeden Mannschaftsteil“, fügt Körner hinzu. Ein Kandidat ist nach wie vor Hari Karaterziyan, der gegen Leipzig als Stürmer fungierte. „Der Junge hat Potenzial“, erklärte Körner. Torgefahr strahlte der laufstarke Bulgare aber (noch) nicht aus.

• Tore: 0:1, 1:3 Steve Rolleder (27., 38.), 1:1 Juninho (31.), 1:2, 1:6 Rico Engler (37., 86.), 1:4 Gerald Muwanga (72.), 1:5 Marcel Trojandt (80., Strafstoß), 1:7 Jorgo Nika (90.). Zuschauer: 200.

• 1. FC Lok Stendal: Werner - Groß, Krause, Kozik, Gebauer (74. Weihrauch), Nellessen, Erdmann (80. L. Breda), Schubert (86. N. Breda), Kühn, Juninho (86. Horak), Karaterziyan (65. Strube).

• 1. FC Lok Leipzig: Glaser - Scheibe (46. Kilz), Trojandt (80. Wendschuch), Rolleder (46. Nika), Kittler, Seifert (65. Krug), Hildebrandt, Dräger, Muwanga, Engler, Bachmann (80. Schmidt).

Von Benjamin Post

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