Fußball: Eintracht bezwingt Jävenitz mit 3:1

Salzwedel gewinnt Kreispokal erneut

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Eintracht-Kapitän Gregor Roth durfte erneut den großen Wanderpokal in die Höhe recken.

Gardelegen. Am Ende gab es keine zwei Meinungen. Eintracht Salzwedel gewann das Finale des Fußball-Kreispokals am Sonnabend verdient mit 3:1 (0:0). Das erkannte man auch im Lager des unterlegenen SV Heide Jävenitz an.

Doch auch wenn der Landesklasse-Vertreter am Ende überzeugend gewann, musste man sich im Lager des Kreisoberligisten nicht grämen. Die Jävenitzer lieferten dem höherklassigen Titelverteidiger aus der Jeetzestadt einen packenden Pokalkampf und waren über weite Strecken der ersten Halbzeit sogar die bessere Mannschaft.

„Wir haben uns absolut achtbar geschlagen, sind als Team aufgetreten und haben mit Leidenschaft, Kampf, vor allem aber auch spielerischem Esprit überzeugt. Ich hatte während des Spiels mehr Spaß, als dass ich Trübsal geblasen habe“, machte Heide-Coach Guido Euen seiner Mannschaft ein dickes Kompliment. Euens-Elf ging dabei vom Anpfiff an engagiert und mutig zu Werke und hätte nach sieben Minuten auch treffen müssen. Nach einer Ecke unterlief Salzwedels Schlussmann Dean Kamieth den Ball und Salam Naom hatte das leere Tor vor sich. Der Kopfball des Jävenitzer Stürmers ging jedoch knapp am Kasten vorbei. Danach vergab Christopher Schmidt die Chance zum 1:0 (10.), ehe erneut Naom (14.) über das Tor schoss.

Der Favorit aus Salzwedel wirkte mehr als beeindruckt: „Die erste Viertelstunde war total schlecht von uns. Es war wichtig, dass wir da nicht in Rückstand geraten sind“, konstatierte Salzwedels Coach Burghardt Schulze. Und auch wenn Raik Zipperling (22.) für die Salzwedeler den Pfosten traf, blieb Jävenitz die aktivere Mannschaft, spielte seine Angriffe aber nicht konsequent genug aus. Eine Großchance von Eintracht-Kapitän Gregor Roth (32.), die Heide-Keeper Torsten Heinze mit einer Glanzparade zunichte machte, war dann der Weckruf für den Favoriten. Nur zwei Minuten später reagierte Heinze erneut glänzend und lenkte einen Schuss von Philip Müller – der trotz gebrochener Hand spielte – an die Latte. Salzwedel war nun besser im Spiel, Tore fielen bis zum Halbzeitpfiff aber nicht.

Dies änderte sich aber kurz nach dem Seitenwechsel. Stefan Schmidt (52.) traf zum 1:0, ehe Philip Müller (60.) einen Freistoß sehenswert ins Tor schlenzte – 2:0. Doch Jävenitz gab sich nicht geschlagen. Naom verkürzte mit einem klugen Heber (63.) auf 2:1. Die Heide-Kicker durften nun wieder hoffen, doch Roth sorgte eine Viertelstunde vor dem Ende mit einem Schuss aus der Drehung für die Entscheidung. „Es war ein ganz wichtiger Erfolg gegen einen aufstrebenden Verein. Besonders unsere jungen Spieler haben ihre Sache heute gut gemacht. Ich denke, sie haben gemerkt, dass es etwas anderes ist als in der A-Jugend. Aber wo sollen sie es lernen, wenn nicht in so einem Spiel“, resümierte Salzwedels Trainer.

• Tore: 1:0 Stefan Schmidt (52.), 2:0 Philip Müller (60.), 2:1 Salam Naom (63.), 3:1 Gregor Roth (73.).

• SR: Frank Benecke.

• Zuschauer: 396.

• Eintracht Salzwedel: Kamieth – Seehausen, Roth, Gille, Just, Krüger (83. Schumann), Ph. Müller, St. Schmidt (87. M. Müller), N. Schmidt, Zipperling (68. Werner), Schulz.

• Heide Jävenitz: Heinze – Paschke, Kunze, Marggraf, Schönfeld, Friedenreich (68. Müller), Weber, Naom, Ackermann (68. Staschok), Schmidt, Jahn.

Von Michael Jacobs

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