FUSSBALL – OBERLIGA 1. FC Lok will letztes Spiel nicht abschenken

Saisonausklang für Stendal

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Rückt zwischen die Pfosten: Lok Stendals zweiter Torhüter Bryan Giebichenstein wird heute Stammtorwart Lukas Kycek gegen Blau-Weiß Berlin vertreten.

Berlin/Stendal – Der Druck ist weg. Die Brisanz ist raus. Der 1. FC Lok Stendal kann sich nach dem gesicherten Oberliga-Klassenerhalt entspannen. Abgeschenkt wird das letzte Spiel bei Blau-Weiß Berlin am heutigen Sonnabend ab 14 Uhr aber nicht.

„Wir nehmen die Sache ernst“, sagt Lok Stendals Trainer Jörn Schulz im Vorfeld der Partie.

Die Strapazen nach dem intensiven 5:4-Sieg über den Malchower SV sind überstanden. „Die Rückrunde war schon heftig. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben.“ Eine eigene Wiedergutmachung hat Schulz nicht konkret im Sinn. Schließlich hatte der Coach sein erstes Pflichtspiel im Winter als Verantwortlicher des 1. FC Lok Stendal zu Hause gegen den heutigen Gegner 0:5 verloren. „Es war ein schweres Spiel. Für das Rückrundenspiel spielt das aber nur eine untergeordnete Rolle“, erklärt Schulz.

Für Stendal geht es wie für Blau-Weiß Berlin rein sportlich um nichts mehr. Die Spielzeit mit einem positiven Abschluss zu beenden, ist jedoch der einzige Ansporn, den beide Mannschaften haben. Schulz fährt mit seiner Elf aber nicht aus Spaß nach Berlin. Ein gemütlicher „Sommer-Kick“ werde es nicht, ist sich Schulz sicher.

„Wir werden mit einem großen Kader hinfahren“, freut sich Stendals Trainer über eine breite personelle Auswahl. Dies war in weiten Teilen der Rückrunde nicht so. Nun ergibt sich für Jörn Schulz automatisch die Möglichkeit, dem einen oder anderen Spieler eine Pause zu geben. Und wiederum auch die Akteure einzusetzen, die in den vergangenen Wochen nicht so viel Spielzeit bekommen haben.

Besonders darüber freuen dürfte sich Lok Stendals Ersatztorwart Bryan Giebichenstein, der Stammtorhüter Lukas Kycek vertreten wird. „Das wird so kommen“, bestätigte Schulz, der auch die beiden Jugendspieler Marius Lucas Schmidt und Lorenz Balliet mit nach Berlin nimmt. Zudem kehrt Mittelfeldspieler Franz Erdmann in den Oberliga-Kader der Eisenbahner zurück.

Während Blau-Weiß Berlin die Saison höchstwahrscheinlich als Sechster beendet, winkt Stendal bei einem guten Auswärtsspiel am Ende ein einstelliger Tabellenplatz.

VON PATRICK NOWAK

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