TISCHTENNIS Tabelle vom 13. März als Grundlage für Auf- und Abstieg

Saison offiziell beendet

Alejandro Morales und der TuS Bismark hatten mit dem Abstieg in der Landesliga nichts zu tun. Foto: Archiv/tha

Altmark – Aufgrund der aktuellen Lage ruht der Trainings- und Punktspielbetrieb im Tischtennis genau wie bei allen anderen Sportarten. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) ging nun jedoch auch den nächsten Schritt.

Krasse Entscheidung

„Auch wenn es das Datum nahelegt: Es handelt sich bei dieser Meldung nicht um einen Aprilscherz!“ – mit diesen Worten leitete der DTTB seine Mitteilung ein. Denn das Datum des Entschlusses, die Spielzeit 2019/20 für beendet zu erklären, hätte mit dem 1. April 2020 kaum ungünstiger ausfallen können. Als Grundlage für den Saisonabschluss und damit auch mögliche Auf- und Abstiege wird die Tabelle vom 13. März herangezogen. Dies war der letzte Tag, an dem noch vereinzelt Punktspiele stattfanden. Die 18 Landesverbände schlossen sich dem DTTB an, um eine bundeseinheitliche Entscheidung zu treffen – eine Entscheidung, die vielerorts nicht nur auf positive Reaktionen stieß. Ein wesentlicher Kritikpunkt: Da die Mannschaften zum Stichtag teilweise eine unterschiedliche Anzahl an Spielen absolviert haben, ist ein aussagekräftiger Vergleich schwierig.

Landesliga

Doch was bedeutet dieser Entschluss für die Mannschaften aus der Region konkret? Mit Blick auf die höchste Spielklasse mit altmärkischer Beteiligung stellt sich die Situation in der Landesliga wie folgt dar: Die Mannschaft des TSV Tangermünde zog am 6. Januar ihre Teilnahme in der Liga aufgrund personeller Probleme zurück, somit stand das Team ohnehin als erster Absteiger fest. Bezirksliga-Aufsteiger SV Mahlwinkel folgt auf dem vorletzten Rang und holte in der Premierensaison bisher nur einen Zähler. Der Abstieg wäre wohl unvermeidbar gewesen. Einzig die erste Mannschaft des TuS Schwarz-Weiß Bismark steht mit elf Zählern auf dem siebten Platz, der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur vier Punkte. Da die Spiele gegen die direkte Konkurrenz jedoch gewonnen wurden, hatte der Sechser um Kapitän Theo Ladewig den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Ähnlich verhält es sich bei Chemie Mieste, die zum Stichtag mit neun Punkten auf dem achten Platz stehen. Doch auch hier wurde das Duell mit dem ärgsten Verfolger SV Eintracht Diesdorf II bereits gewonnen.

Im Damenbereich ist die Lage für die Landesliga-Vertretung des TSV Kusey unproblematisch. Punktgleich mit Spitzenreiter Alemania Riestedt II rangiert sie auf dem zweiten Platz. Allerdings hat der Janot-Vierer bereits zwei Spiele mehr absolviert und hätte eine Meisterschaft nicht mehr in eigener Hand, wenn auch der direkte Vergleich gegen Riestedt gewonnen wurde.

Bezirksliga

In der Bezirksliga der Herren lässt sich eine Zweiteilung der Mannschaften vornehmen. Während der TTC Lok Altmark Stendal und die Bismarker Reserve zum Stichtag auf dem vierten und sechsten Tabellenplatz weilten, somit weder mit Aufstieg noch Abstieg mehr etwas zu tun gehabt hätten, stehen die Miester Reserve und der VfL Kalbe/Milde auf den letzten zwei Rängen. Die Chemiker waren in der Rückrunde noch sieglos. Vorjahresaufsteiger Kalbe wartete bis zum Saisonabbruch auf den ersten Sieg überhaupt, Chancen auf den Klassenverbleib waren für die Mildestädter somit nur noch theoretischer Natur. In der Bezirksklasse Börde (6er Teams) hat der TSV Kusey fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz und noch zwei Spiele mehr zu absolvieren.

Planungssicherheit

Auch wenn gerade in den sozialen Medien hitzig über den Entschluss des DTTB diskutiert wird, stellt sich für die altmärkischen Vertretungen die Situation als nicht allzu gravierend dar. Dennoch gibt es deutschlandweit auch Härtefälle, in denen bisher ungeschlagene Mannschaften aufgrund weniger absolvierter Spiele den Aufstieg verpassen. Hier liegt es an den Landesverbänden, mit den Betroffenen in den Dialog zu treten. Zumindest haben die Vereine nun Planungssicherheit und können sich in Ruhe auf den Tag vorbereiten, an dem sie endlich wieder an die Tische dürfen. Eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung existiert wohl nicht. Was bleibt, ist zu hoffen, dass es sich bei der nächsten Meldung dieser Art dann wieder nur um den obligatorischen Aprilscherz handelt.

VON SEBASTIAN STEGMANN

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