Handball, HVSA-Pokal-Achtelfinale: Osterburg empfängt starke Kühnauer

„Sahnetag“ erwünscht

Philipp Kiebach (links) kann mit seiner individuellen Qualität und seiner Torgefahr in jedem Spiel den Unterschied ausmachen. Begegnungen, wie die heutige gegen die SG Kühnau, sind daher wie für ihn gemacht.
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Philipp Kiebach (links) kann mit seiner individuellen Qualität und seiner Torgefahr in jedem Spiel den Unterschied ausmachen. Begegnungen, wie die heutige gegen die SG Kühnau, sind daher wie für ihn gemacht.
  • Tobias Haack
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Osterburg. Na klar, das Hauptaugenmerk liegt bei der HSG Osterburg auf einer erfolgreichen Saison in der Handball-Verbandsliga. Wie es sich für einen anständigen Außenseiter gehört, sind die Spiele im Pokalwettbewerb nur ein Zubrot, das man im Erfolgsfall gerne mitnimmt.

Je weiter man jedoch kommt, desto größer werden die Träume. Im diesjährigen HVSA-Pokal haben es die Biesestädter schon bis ins Achtelfinale geschafft und empfangen dort heute um 17.30 Uhr die SG Kühnau. Die zweifelsohne starken Gäste wären in der jüngeren Osterburger Vergangenheit auch nicht die erste höherklassige Mannschaft, die in der Nord-Altmark ihre Segel streichen muss.

„Kühnau ist der haushohe Favorit. Jeder von uns braucht einen absoluten Sahnetag, wenn wir sie schlagen wollen“, schätzt HSG-Spielertrainer Sebastian Papendiek die Chancen aufs Weiterkommen seiner Sieben realistisch ein. Im Normalfall dürfte der Tabellenzweite der höherklassigen Sachsen-Anhalt-Liga in der Sekundarschul-Sporthalle keine Probleme haben, das Viertelfinale zu buchen. Doch gerade dieser Normalfall wurde in Heimspielen der HSG häufig außer Kraft gesetzt.

Die Überlegenheit der Kühnauer scheint bei einem Blick auf die Statistik der laufenden Saison allerdings erdrückend. Tabellenplatz zwei, 12:2-Punkte, die beste Abwehr der Sachsen-Anhalt-Liga und in der Vorwoche das Top-Spiel gegen den HSV Magdeburg mal eben im Vorbeigehen mit 34:22 gewonnen. „Was Kühnau im Moment anbietet, ist sehr stark. Vor allem im Angriff. Sie geben 60 Minuten Vollgas und sind aus allen Positionen torgefährlich“, schwärmt Papendiek von den Qualitäten des heutigen Gegners.

Osterburg kann freilich nicht eine ähnliche individuelle Qualität auf die Platte bringen, lebt aber seit jeher von einem starken Teamgeist – besonders in eigener Halle. Ein Spaziergang soll es deshalb für Kühnau nicht werden und vielleicht darf der Traum der HSG ja weitergehen.

Von Tobias Haack

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