Fußball, Relegationsrückspiel: OFC schickt markige Sprüche nach Magdeburg

Die Säbel rasseln schon

Die Mannschaft des 1. FC Magdeburg steht nach dem guten 1:0 gegen Offenbach dicht vor dem Aufstieg in die 3. Liga. Morgen wollen die Sowislo, Beck und Co. auf dem „Bieberer Berg“ alles perfekt machen.
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Die Mannschaft des 1. FC Magdeburg steht nach dem guten 1:0 gegen Offenbach dicht vor dem Aufstieg in die 3. Liga. Morgen wollen die Sowislo, Beck und Co. auf dem „Bieberer Berg“ alles perfekt machen.
  • Tobias Haack
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Offenbach/Magdeburg. Kickers Offenbach gegen 1. FC Magdeburg ist ein Duell zweier Traditionsmannschaften. Das war im Vorfeld der Relegationsspiele klar.

Auch dass beide Fanlager ihre Teams beim Kampf um die 3. Liga bedingungslos unterstützen war abzusehen und doch war der OFC am Mittwoch bei der 0:1-Niederlage in Magdeburg sichtlich beeindruckt von der Kulisse. „Wir machen das Rückspiel wieder zum Heimspiel“, versprachen die FCM-Fans ihren Idolen nach der Partie beim gemeinsamen Feiern vor dem Fanblock. Die Einheit zwischen Fans und Spielern soll für den FCM ein Schlüssel zum Erfolg sein. Offenbach hingegen beschwört vor dem Rückspiel (morgen ab 14 Uhr) den Mythos „Bieberer Berg“.

In der gesamten Saison haben die Hessen auf eigenem Platz noch keine Partie verloren und gaben sich deshalb trotz ihres mäßigen Hinspiel-Auftritts am Mittwoch nach Spielschluss selbstbewusst. „Wir werden ihnen zu Hause die Hölle heiß machen. Dann werden die sich fühlen, wie wir uns heute gefühlt haben. Mit unseren Fans im Rücken wird man sehen, ob bei denen mal die Knie zittern“, begann OFC-Verteidiger Klaus Gjasula schon am Mittwochabend mit dem Säbelrasseln vor dem finalen Showdown am Sonntag. „Wir werden das Spiel drehen“, legte Kickers-Trainer Rico Schmitt nach.

Nils Butzen (links) und der 1. FCM müssen gegen Benjamin Pintol und den OFC morgen nochmal an ihre Grenzen gehen.

In Magdeburg prallen die Offenbacher Versuche psychologischer Kriegsführung bisher an allen Beteiligten ab. „Wir wissen, dass uns dort ein heißer Tanz erwartet, dessen sind wir uns bewusst. Wir müssen uns gut regenerieren“, sagte Abwehrchef Steffen Puttkammer, der deshalb mit seinem Team am Donnerstag einen Zwischenstop in einer Kühlkammer einlegte. In puncto Selbstvertrauen stehen aber auch die Domstädter dem Kontrahenten aus dem Südwesten in Nichts nach. „Wir können immer ein Tor machen“, warnte Trainer Jens Härtel schon am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Und dieses eine Tor könnte am Ende reichen, denn dank der Europapokal-Arithmetik müsste der OFC dann schon dreimal treffen, um Magdeburg auf dem Weg in Liga drei noch abzufangen.

„Wir haben einen guten Grundstein gelegt und darüber sind wir sehr froh. Jetzt werden wir uns wieder optimal auf Offenbach vorbereiten. Für Sonntag nehmen wir mit, dass Offenbach zu schlagen ist. Das haben wir ja gezeigt“, so Kapitän Marius Sowislo, der mit seinem Team von etwa 3000 Magdeburger Schlachtenbummlern nach Hessen begleitet wird. Das Duell Offenbach gegen Magdeburg, es wird auch morgen wieder ein Duell der beiden Fanlager, dass ähnlich friedlich bleiben soll wie das Hinspiel. Die hessische Polizei hat auf jeden Fall die größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um ein spannendes Fußballfest abzusichern.

Abgesichert hat sich übrigens auch der 1. FC Magdeburg, was seine Personalplanung für die kommende Saison angeht. Wie der Verein gestern bekannt gab, wurde der Vertrag mit Verteidiger Christopher Handke um ein Jahr verlängert. Ob Handke mit dem FCM dann in der dritten oder vierten Liga auf Punktejagd geht, wird sich morgen auf dem „Bieberer Berg“ entscheiden.

Von Tobias Haack

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