Fußball – Oberliga

0:4 – 1. FC Lok rutscht ab!

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Stendals Martin Krüger mochte nicht mehr hinsehen, als Inter Leipzig am Nachmittag ein Tor nach dem anderen feierte.

tha Stendal. Der 1. FC Lok Stendal hat am Sonntag eine schmerzhafte Abreibung in der Fußball-Oberliga hinnehmen müssen. Gegen das Spitzenteam des FC International Leipzig unterlagen die Stendaler im eigenen Stadion mit 0:4 (0:1).

Das bittere an dem Nachmittag: Da die gesamte Konkurrenz im Tabellenkeller gewinnen konnte, ist Lok auf den möglichen Abstiegsplatz 13 abgerutscht.

Vor 365 Zuschauern im gut besuchten „Hölzchen“ legten die Hausherren gegen Leipzig zunächst mutig los. Schon früh attackierten die Altmärker ihren Kontrahenten und erzwangen somit immer wieder Ballverluste des Tabellenzweiten. Inter fand sich kaum zurecht, ging aber dennoch in Führung. Nachdem Johannes Mahrhold im Abwehrzentrum ausgerutscht war, stand Gäste-Torjäger Kimmo Hovi frei vor dem Kasten und versenkte trocken. „Amateurhaft“, schimpfte Lok-Coach Körner über das Geschenk.

Mit dieser Aktion war der Faden der Altmärker auch schon gerissen. Leipzig übernahm die Kontrolle und kam zu weiteren guten Möglichkeiten. Vom 1. FC Lok hingegen war kaum noch etwas zu sehen. Nach dem Seitenwechsel ereignete sich dann Schlüsselszene Nummer zwei. Vincent Kühn brachte seinen Gegenspieler im Laufduell unglücklich zu Fall und sah die Gelb-Rote Karte (53.). Da Leipzig kurz zuvor bereits auf 2:0 gestellt hatte, Christopher Misaki traf (51.), war Stendals Niederlage besiegelt.

Ein Aufbäumen im weiteren Spielverlauf sahen die Zuschauer nicht mehr. „Die Rote Karte war mit entscheidend. Danach war es für Leipzig ein Trainingsspiel“, beklagte Körner. Die Sachsen spielten es dann auch konsequent zu Ende und durften noch zweimal jubeln. Ögün Gümüstas schnürte einen Doppelpack (71., 74.) zum 4:0-Endstand.

Gäste-Trainer Heiner Backhaus hatte dennoch ein Lob für den altmärkischen Konkurrenten übrig: „Wir wussten, dass wir auf einen Gegner treffen, der einen klaren Plan hat. Stendal hat es am Anfang richtig gut gemacht, da hatten wir richtig zu kämpfen. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn die in Führung gehen. Am Ende hat man dann gesehen, dass wir einfach öfter trainieren können als Lok.“

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