Rudern

Stendaler Paul Berghoff bei Regatta in Hamburg am Start

Deutschland, Duisburg, Regattabahn, 06.09.2020
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Höhepunkt im September 2020: Paul Berghoff (l.) gewann mit dem Doppelvierer EM-Bronze in Duisburg. Ab Freitag startet der Stendaler in Hamburg.
  • Sabine Lindenau
    VonSabine Lindenau
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Stendal – Kaderathleten können auch in Corona-Zeiten trainieren. Auch im Rudersport. Paul Berghoff ist froh darüber. Will der Stendaler doch im Juli bei den U23-Weltmeisterschaften im tschechischen Racice an den Start gehen. Am Wochenende vom 16. bis 19. April ist der 19-Jährige bei einer Ranglisten-Regatta in Hamburg am Start. Schon heute Nachmittag fällt der erste Startschuss.

„Das Training läuft planmäßig.“ Paul Berghoff ist zufrieden, wenn er an die zurückliegenden Monate denkt. Stendals bester Ruderexport, der für den SC Magdeburg ins Boot steigt, ist gut durch den Corona-Winter gekommen. Und rechnet sich auf der Dove-Elbe in Hamburg einiges aus. Mindestens „unter die besten Sechs, also ins A-Finale“, möchte der Altmärker kommen. „Vielleicht sogar aufs Podium, unter die ersten Drei“, hat er sich fest vorgenommen.

An sechs Tagen in der Woche steht das Training im Boot auf der Elbe an. Dazu Kraft- und Ausdauereinheiten an Land. Nur sonntags hat Paul Berghoff frei. Aber er liebt es, hart für seine Ziele zu arbeiten. In Hamburg hofft er auf leichten Gegenwind. Dann kann er seine Stärken in die Waagschale werfen: Kraft und Ausdauer. Denn technisch, räumt er ein, habe er seine Defizite. Doch wenn es darum gehe, „einfach nur zu ziehen“, ist der Stendaler ganz vorn mit dabei. Er kennt die Regatta-Strecke in Hamburg von vielen Wettkämpfen. „Da ist es unglaublich wechselhaft.“ Zwar hat er den Wetterbericht für dieses Wochenende im Blick. Doch wie der Wind dann steht, lasse sich jetzt noch nicht sagen. Die nationale Regatta sei zwar noch keine Qualifikation für die Weltmeisterschaften. Gleichwohl könnten die Trainer aber sehen, „wer gut über den Winter gearbeitet hat.“ Vier Rennen im Einer stehen bis Sonntag auf dem Programm. Zudem gibt es ein Rennen mit zwei Ruderern in einem Boot. Schon hier kann eine Vorentscheidung fallen, wer es in die Nationalmannschaft und damit zu den U23-Weltmeisterschaften schaffen kann, die im Juli im tschechischen Racice ausgetragen werden sollen.

Ich möchte mindestens unter die besten Sechs kommen, vielleicht sogar aufs Podium, unter die ersten Drei.

Ruderer Paul Berghoff

Viele Rennen stehen bis dahin nicht mehr an. Coronabedingt wurden mehrere Regatten abgesagt. Die WM-Qualifikation wird die Deutsche Meisterschaft sein, bei der Paul Berghoff auch an den Start gehen möchte. Stimmen Windbedingungen und Tagesform, dann kann der 19-Jährige die Trainer schon an diesem Wochenende von sich überzeugen.

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