FUSSBALL – KREISOBERLIGA Meister beendet Saison standesgemäß

Rossau mit dem letzten Tanz

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Herzlich willkommen in der Fußball-Landesklasse: Lange drehte der Kreisoberligist Rossauer SV mit Trainer Christian Schulze (obere Reihe, links) einsam seine Kreise an der Spitze. Am Sonnabend war es dann soweit. Der Aufstieg samt Meisterschaft konnte offiziell gefeiert werden.

Rossau – „Es war spielerisch sicher nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Aber das ist auch egal, weil wir unser Ziel erreicht haben, aufgestiegen sind und gewonnen haben."

Christian Schulze, Trainer des Kreisoberliga-Meisters Rossauer SV, hatte am Sonnabend zum 3:2 (1:0) gegen den 1. FC Lok Stendal II nicht viel zu sagen. Eher hielt er die Augen offen, ob sich ihm orangene Trikots nähern. Der Bierdusche konnte Schulze nicht entkommen.

Somit hat der Rossauer SV seine Pflicht getan. Frei nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Gänzlich überzeugend zeigte sich Rossau gegen Lok Stendals Reserve, bei der Oberliga-Keeper Bryan Giebichenstein und Verteidiger Martin Gebauer aushalfen, nicht. Machte aber zunächst das Spiel. Giebichenstein zeichnete sich früh mit einer Fußabwehr aus. Kurz darauf wehrte Stendals Torwart einen Schuss von Martin Rückriem zur Ecke ab (14.). Auf der Gegenseite konnte Loks Marcel Lämmerhirt nicht abschließen. Die Gäste taten sich schwer und konnten sich erneut bei Giebichenstein bedanken, dass es keinen Gegentreffer gab (23., 37.).

Wenn Stendals zweite Mannschaft mal für Gefahr sorgte und einen Angriff gut herausspielte, wurde diese Möglichkeit kläglich vergeben. So auch von Niklas Nethe, der über rechts in Szene gesetzt wurde, aber erfolglos blieb (33.). RSV-Kapitän Robert Vorlop traf vor der Pause zur völlig verdienten 1:0-Führung für die Gastgeber (44.).

Nach dem Seitenwechsel war Rossau dann gedanklich bei der Bierdusche. Und leistete sich ungewohnte Aussetzer, als Vorlop einen Ballverlust von Robin Gregoschek nicht verwerten konnte (52.). Drei Minuten später tankte sich Stendals Gebauer durch, fand Nethe, der geblockt wurde (55.). Giebichenstein hatte in der 58. Minute erneut zu tun, hielt zunächst stark und hatte Glück, dass Hannes Kalkofen nicht abstauben konnte (58.). Anschließend verlor Rossau seine spielerische Linie und bekam das 1:1.

Ali Hussein besorgte den schmeichelhaften Ausgleich (64.). Rossau wachte auf, fand zu seinen Stärken zurück und rückte das Kräfteverhältnis durch Tore von Rückriem (68.) und Daniel Rathmann per Strafstoß (76.) zum 2:1 und 3:1 gerade. Für Rathmann war es ein schöner Abschluss, da er Rossau verlassen wird. Hussein konnte in der Folge nur noch auf 2:3 verkürzen (78.).

Tore: 1:0 Robert Vorlop (44.), 1:1 Ali Hussein (64.), 2:1 Martin Rückriem (68.), 3:1 Daniel Rathmann (76., Strafstoß), 3:2 Hussein (78.).

VON PATRICK NOWAK

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