FUSSBALL – OBERLIGA Innenverteidiger zurück beim 1. FC Lok Stendal

Rolle rückwärts bei Hey

Schnelle Rückkehr: Sebastian Hey. Der zentrale Abwehrspieler galt zunächst als verkündeter Abgang, trägt aber künftig weiterhin das Trikot des 1. FC Lok Stendal.
+
Schnelle Rückkehr: Sebastian Hey. Der zentrale Abwehrspieler galt zunächst als verkündeter Abgang, trägt aber künftig weiterhin das Trikot des 1. FC Lok Stendal.

Stendal – Wenn ein Spieler den Verein verlässt, ist es für gewöhnlich so, dass er – wenn überhaupt – frühestens in der nächstgelegenen Transferperiode zurückkehrt. Nicht so bei Sebastian Hey und dem 1. FC Lok Stendal.

Der altmärkische Fußballverein gab am Montagabend bekannt, dass der Innenverteidiger ab sofort wieder einen festen Platz im Kader der Eisenbahner hat.

Diese schnelle Rückholaktion wussten nicht nur die Fans des Oberligisten in den sozialen Netzwerken mit positiven Bemerkungen zu begrüßen. Auch Trainer Jörn Schulz, der seinem Spieler in der Vergangenheit durch viele Einsatzzeiten von Beginn an das Vertrauen schenkte, wirkte zufrieden. „Wir sind alle sehr glücklich, dass wir Sebastian Hey in vielen Gesprächen überzeugen konnten und er nun weiterhin für uns spielen wird“, sagte Schulz. Der 22-jährige Hey war ursprünglich wie viele andere schmerzhafte Abgänge bei Lok Stendal bereits verabschiedet worden.

Doch nun fand auf beiden Seiten offenbar ein Umdenken statt. Für Schulz und seine Elf ist die Hey-Rückkehr in Zeiten des mutigen Umbruchs auf dem Platz sicherlich ein Gewinn. Zumal ein großer und wichtiger Teil der Verteidigung durch den Weggang der tragenden Säulen wie Abwehrchef Tim Schaarschmidt sowie den flexiblen Felix Behling und Patrick Baudis auf einen Schlag weggebrochen ist. „Er wird der Mannschaft, trotz seines jungen Alters, mit seiner Erfahrung in der Defensive Stabilität und Sicherheit geben“, ist Jörn Schulz von seinem neuen und alten Schützling nach wie vor überzeugt.

Mit Felix Knoblich (TuS Schwarz-Weiß Bismark) und Paul Schönburg (Möringer SV) hat Lok Stendal zwei neue zentrale Abwehrspieler geholt. Heys Vorteil gegenüber seinen beiden Mitstreiten ist, dass er bereits Erfahrungen in der Oberliga vorweisen kann. Somit wäre in der Theorie ein künftiges Innenverteidiger-Duo aus Hey und dem oft gesetzten Johannes Mahrhold denkbar. Auch vom Typen her ist Sebastian Hey, der einen Einjahresvertrag unterschrieb, laut Trainer Schulz für den Kampf um den Klassenerhalt bestens geeignet: „Der Junge passt mit all seinen Eigenschaften, die jetzt von Nöten sind, absolut in diese Mannschaft.“ Eventuell ist der Rückkehrer schon heute Abend für Lok im Einsatz. Die Eisenbahner erwarten ab 18.30 Uhr Tennis Borussia Berlin zum Testspiel.

Zudem hat Patrick Baudis einen neuen Verein gefunden. Nach anderthalb Jahren bei Lok hat sich der 23-Jährige dem Regionalligisten VfB Germania Halberstadt, für den er schon in der Saison 2017/2018 aktiv war, angeschlossen. Für Stendal absolvierte Baudis 31 Ligaspiele. VON PATRICK NOWAK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare