Fußball-Verbandsliga: 1. FC Lok Stendal siegt auch im vierten Saisonspiel / Körner bremst die Euphorie

Rolandstädter halten sich weiter schadlos

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Benedikt Nellessen (rechts) und der 1. FC Lok Stendal taten sich eine Halbzeit lang gegen Bastian Benkel und Fortuna Magdeburg äußerst schwer, da die Gäste physisch stark auftraten.

Stendal. Vermochten die 324 Zuschauer im Stadion „Am Hölzchen“ gestern einen Blick auf die LED-Anzeigentafel zu werfen, so kamen sie leicht in den Gedanken, dass der 1. FC Lok Stendal seinen Gegner an die Wand gespielt habe.

Doch der 4:0-Erfolg über Aufsteiger Fortuna Magdeburg war ein hartes Stück Arbeit.

Auch Lok-Übungsleiter Sven Körner wusste, dass da kein Sieg im vorbeigehen war: „Magdeburg war in der ersten Halbzeit der erwart schwere, aggressive, taktisch gut gestaffelte Gegner den ich erwartet habe.“ Diese Disziplin seitens der Gäste aus der Landeshauptstadt spiegelte sich auf im Spielgeschehen wieder. Die Platzherren fanden in der dicht gestaffelten Fortuna- Hintermannschaft selten eine Lücke, und wenn sie einmal durchkamen fehlten im Abspiel die letzte Konsequenz und Genauigkeit.

Es waren bereits 14 Minuten gespielt, bis Benedikt Nellessen nach einem Freistoß die erste Halbchance für Lok auf den Kopf hatte. Der Torversuch war aber keine Herausforderung für Mohammed Salman Ghazbaf im Gehäuse der Gäste.

Erst kurz vor der Pause wurde Lok Stendal ernsthaft gefährlich. Max Salge brach über seine linke Seite durch und hatte reichlich Zeit um seine Flanke genau zu timen. Dies gelang ihm mustergültig, denn in der Mitte fand die Kugel den mitgelaufenen Nellessen. Der Stendaler Angreifer machte fast alles richtig: stieg im perfekten Moment in die Luft und köpfte das Spielgerät entgegen der Laufrichtung des Torwarts, doch das Leder verpasste den Einschlag nur um Zentimeter (40.). So ging es torlos in die Pause.

Nach Wiederbeginn erwischten die Hausherren einen Blitzstart. Dank der individuellen Klasse von Moritz Instenberg initiierten die Lok-Kicker einen Konter, der in Martin Krüger den geeigneten Vollstrecker fand (47.). „Das war für uns der Dosenöffner“, wusste auch Körner.

Bei der Fortuna schwanden allmählich die Kräfte und Körner bewies mit der Einwechslung von Martin Gödecke Händchen. Erst legte der Mittelfeldmann für Max Salge vor (68.), ehe er selbst nur eine Minute später das 3:0 erzielte. „Wir haben in den Umschaltbewegungen klasse Sachen gemacht und am Ende dann auch clever runtergespielt“, freute sich Körner. Den Schlusspunkt setzte Benedikt Nellessen, der mit einem Lupfer einen Gegenspieler im Strafraum aus dem Spiel nahm und die Kugel unhaltbar ins Netz zimmerte (90.).

Sven Körner war auch nach dem vierten Sieg im vierten Spiel darauf bedacht, mit beiden Beinen auf die Euphoriebremse zu treten. „Am vierten Spieltag ist noch niemand auf gestiegen.“

• Tore: 1:0 Martin Krüger (47.), 2:0 Max Salge (68.), 3:0 Martin Gödecke (69.), 4:0 Benedikt Nellessen (90.)

• Zuschauer: 324 • Schiedsrichter: Nico Dreschowski (Potsdam).

Von Falk-Stéphane Dezort

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