AZ-SERIE „Meine beste Elf“: Salzwedeler Mario Seidel vollzieht den Auftakt

Röhl kann es auch im Angriff

Der Salzwedeler Mario Seidel vollzieht den Auftakt zur neuen AZ-Serie „Meine beste Elf“.
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Der Salzwedeler Mario Seidel vollzieht den Auftakt zur neuen AZ-Serie „Meine beste Elf“.

Altmark – In Zeiten der Corona-Krise fällt ein Blick in die Zukunft schwer. Insbesondere die Sportler sind fast zur Untätigkeit verdammt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass man sich verstärkt an frühere Zeiten erinnert.

Die Altmark Zeitung hat sich bei langjährigen Trainern erkundigt, wie denn ihre Start-Elf aussehen würde, wenn sie aus allen Spielern wählen könnten, die sie jemals trainiert haben.

Den Auftakt zu der Serie „Meine beste Elf“ vollzieht Mario Seidel, der über viele Jahre bei Eintracht Salzwedel im Nachwuchs- und Männerbereich wirkte, anschließend Eintracht Mechau und den SV Langenapel trainierte. Aktuell ist der 55-Jährige beim niedersächsischen SV Lemgow-Dangenstorf in der Verantwortung.

„Fast alle Spieler habe ich bereits im Nachwuchs trainiert, oftmals seit der F-Jugend. Es ist immer wieder eine Freude, die Entwicklung zu sehen, die die Jungs genommen haben“, so Mario Seidel, der für seine beste Elf ein 4-3-3 als Spielsystem wählte. In der Seidel-Elf gibt es einige Überraschungen, was die Position betrifft. „Ich habe mehrere Akteure in meinem Team, die vielseitig einsetzbar sind und fast jede Position spielen können. Dort, wo ich sie aufgestellt habe, sind sie für mein Team am wertvollsten“, begründet der Salzwedeler.

Tor

Zwischen den Pfosten steht Mario Heinicke. „Mario hatte gute körperliche Voraussetzungen und war richtig stark in 1:1-Situationen. Er hatte das Niveau, um in der Oberliga spielen zu können.“

Abwehr

In der Viererkette agiert Steffen Prögler als rechter Verteidiger. „Steffen war für jeden Stürmer ein unbequemer Gegenspieler. Gegen ihn hätte ich nicht spielen wollen. Von der Einstellung und Einsatzbereitschaft stets ein Vorbild.“

Auf der linken Seite setzt Mario Seidel auf Rico Reisener, den man eigentlich als torgefährlichen Offensivspieler kennt. „Ein angenehmer Spieler, der den Instinkt hat, um auf verschiedenen Positionen glänzen zu können. Er hat viel Offensivdrang und kann ein Spiel lesen.“

Das Innenverteidiger-Duo bilden Patrick Bauer und Gregor Roth. „Patrick hat eine sensationelle Entwicklung genommen, er hat sich vom Wechsel- zum unverzichtbaren Stammspieler gemausert. Er verfügt über eine hohe Spielintelligenz, ist zweikampfstark und physisch topfit. Gregor ist ein Vorbild, er lebt Fußball und ist äußerst flexibel einsetzbar. Seine Stärken kommen am besten zur Geltung, wenn er das Spiel vor sich hat.“

Mittelfeld

Marko Trostmann, Kevin Gebert und Antonio Catalano dribbeln im Mittelfeld auf. „Marko hat den Salzwedeler Fußball über viele Jahre geprägt. Er ist ein begnadeter Linksfuß und eine große Persönlichkeit. Er hat seine Mitspieler stets gut geführt. Kevin ist technisch sehr stark und könnte eigentlich noch mehr aus seinen Möglichkeiten machen. Er hat seine Stärken in der Offensive. Antonio war ein ausgesprochener Instinktfußballer. Ich glaube, er wusste selbst nicht, was er als Nächstes macht. Er hat oft geniale Lösungen gefunden. Zudem sorgte er immer für gute Stimmung.“

Angriff

Den Angriff hat Mario Seidel mit Thomas Philipp, Mario Schulz und Dennis Röhl besetzt. Letzteren hätte man im Tor erwarten können, doch unter Seidel hat der aktuelle Keeper des SV Eintracht Salzwedel zumeist als Stürmer agiert. „Mit Thomas habe ich in Mechau zusammengearbeitet. Obwohl bereits etwas älter, ist er in jedem Training und im Spiel stets an seine Grenzen gegangen. Ein Vorbild für jeden Mitspieler, ein Traum für jeden Trainer. Mit Mario habe ich ein gutes Verhältnis, obwohl er nicht einfach zu führen war. Er hat überdurchschnittliche Fähigkeiten, hat überragende Spiele und oft den Unterschied ausgemacht. Dennis hat einen ausgesprochenen Torriecher und eine sensationelle Schusstechnik. Zudem verfügt er über viel Selbstvertrauen, das er zu nutzen weiß.“

Mario Seidel hätte gern noch andere Akteure in seiner Startelf auflaufen lassen. Marcel Schulz, Maximilian Müller, Fred Neuling, Fabian Meyer und Christian Hundt haben es zumindest auf die Ersatzbank seiner besten Elf geschafft.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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