Leserbrief

Auf dem richtigen Weg?

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BSC-Coach Uwe Müller. 

red Stendal. Vor einer Woche veröffentlichte die Altmark-Zeitung ein Interview mit dem neuen Schiedsrichter-Lehrwart des KFV Altmark-Ost, Alexander Albrecht. Als Reaktion darauf erreichte die Sportredaktion folgender Leserbrief von Uwe Müller, Trainer der SpG BSC Stendal/Möringer SV II:

Leserbrief:

„Seit geraumer Zeit stellen wir fest, dass die Kontinuität im Schiedsrichterwesen des Landkreises Stendal nicht mehr vorhanden ist. Gerade die Schiedsrichterausbildung und Entwicklung junger Schiedsrichter haben wir in den letzten Jahren als äußerst positiv eingeschätzt. Nachdem Dieter Marks den Vorsitz des Schiedsrichterausschusses abgegeben hat, gibt es hier eine Neuformierung. Dustin Leske hatte die Funktion des Lehrwartes von Dirk Feibig übernommen und beide haben diese, aus unserer Sicht, sehr gut ausgeführt.

Aus welchem Grund auch immer hat Leske diese Funktion niedergelegt und nun übernimmt Alexander Albrecht mit 19 Jahren diese Position. Bei allen Qualitäten, die Albrecht sicherlich besitzt, geben wir zu bedenken, dass diesem jungen Mann jedoch jegliche Erfahrungswerte fehlen. Wir hätten es begrüßt, wenn ein versierter Schiedsrichter (...) den Lehrwart übernommen hätte und gleichzeitig Albrecht als Assistent bzw. Stellvertreter eingesetzt worden wäre. Albrecht könnte sich dann langfristig an der Seite eines gestandenen Schiedsrichters einarbeiten und zu gegebener Zeit diese Funktion übernehmen. Wie in sämtlichen Bereichen des täglichen Lebens ist es richtig, junge Menschen an höhere Aufgaben heranzuführen, jedoch darf langfristiges Wissen nicht ignoriert werden. Die Schiedsrichter haben eine hohe Verantwortung bezüglich der Spieldurchführung und demzufolge sollte auch die Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert einnehmen, der nur mit einer gesunden Mischung aus Alt und Jung zu vollziehen ist.

Es wäre ratsam wenn der KFV Altmark-Ost, im Interesse des Fußballs, hier langfristig zu einer Konstanz findet.“

Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder, mit der sich die Redaktion nicht immer identifiziert. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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