Fußball – Oberliga: 1. FC Lok Stendal möchte gegen Tennis Borussia Berlin punkten

Lok ist auf dem richtigen Weg

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Das Pokalspiel hat Spuren hinterlassen. Johannes Mahrhold hatte nach der Partie gegen Bielefeld mit Rückenproblemen zu kämpfen, ist zum Spiel gegen Tennis Borussia Berlin wieder fit.

Stendal. Das Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld samt toller Kulisse steckt noch in den Köpfen. Und sicher auch noch ein wenig in den Knochen. Die Euphorie des über gut 50 Minuten starken Auftritts wollen die Fußballer des 1. FC Lok Stendal mit in die Oberliga nehmen.

Schon morgen, wenn um 14 Uhr im Stadion „Am Hölzchen“ die Begegnung gegen Tennis Borussia Berlin angepfiffen wird, soll die Euphorie in Zählbares umgemünzt werden. „Wir sind definitiv auf dem richtigen Weg“, sagt Trainer Sven Körner.

Er hat mit seiner Mannschaft unter der Woche gut trainiert – auch bei guter Beteiligung. Bis auf die Langzeitverletzten Moritz Instenberg und Max Salge sowie den nach dem Pokalspiel angeschlagenen Steven Schubert, der vermutlich einen Mittelfußbruch erlitten hat, stehen alle zur Verfügung. „Hinter Steven steht noch ein Fragezeichen“, so der Trainer. Er hofft zwar auf einen Einsatz, doch es sieht schlecht aus. Johannes Mahrhold, der nach dem zurückliegenden Wochenende mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, sollte morgen aber wieder fit sein.

„Wir müssen alles in die Waagschale werfen und das Ego hinten anstellen“, verlangt Körner von seinen Schützlingen vollen Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist. Denn die Mannschaft, die den Stendalern gegenübersteht, ist der selbst ernannte Aufstiegskandidat. Die Truppe von Trainer Dennis Kutrieb wird natürlich auch im „Hölzchen“ alles daran setzen, die nötigen Punkte einzufahren. Nach zwei Saisonspielen steht Tennis Borussia Berlin auf einem nicht zufriedenstellenden achten Tabellenplatz. „Sie sind der absolute Favorit“, sieht Körner Parallelen zum DFB-Pokal-Gegner Arminia Bielefeld. Gelingt es den Eisenbahnern, die Euphorie mitzunehmen und aus der Underdog-Position heraus Nadelstiche zu setzen, können sie durchaus punkten.

Stabil in der Defensive arbeiten, Chancen herausspielen, Kontermöglichkeiten nutzen: Mit welcher Startelf dies gelingen kann, ließ sich der Lok-Trainer wie gewohnt nicht entlocken. Möglich wäre, dass Maurice Schmidt nach seiner starken Leistung am vergangenen Sonntag erneut von Beginn an aufläuft. Für den Verletzten Schubert hat Körner „einige“ Alternativen. Und die braucht es auch gegen die Berliner, die mit großer individueller Klasse aufwarten. Sie haben Zweit- und Regionalliga-Erfahrene in ihren Reihen.

Der Lok-Coach hat zwar keine akribische Videoanalyse betrieben. Aber aus den Spielszenen, die er sich von TeBe angeschaut hat, konnte er die individuelle Klasse gut erkennen. Dennoch traut er seiner Mannschaft den Sieg zu. Und der wäre nach den zwei Niederlagen aus zwei Spielen auch wichtig für das Punktekonto und Selbstvertrauen.

Von Sabine Lindenau

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