Fußball-Landesliga: TuS Bismark erwartet Bernburg / Warnau und Gardelegen auswärts

Punktekonten aufbessern

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Voller Einsatz für den Erfolg: Artem Sikulskyi (l.), Eric Wagener, Steffen Rogge und der TuS Schwarz-Weiß Bismark wollen morgen ihre ersten Punkte der noch jungen Landesliga-Saison einfahren.

Altmark. Für die altmärkischen Vertreter der Fußball-Landesliga bietet sich am morgigen 2. Spieltag die Gelegenheit, das noch spärliche Punktekonto aufzubessern.

Dabei kann der TuS Schwarz-Weiß Bismark gegen Schwarz-Gelb Bernburg auf seinen Heimvorteil bauen, Havelwinkel Warnau und Aufsteiger SSV Gardelegen müssen auswärts ran. Alle drei Begegnungen werden um 15 Uhr angepfiffen.

TuS SW Bismark - Schwarz-Gelb Bernburg

Sie haben ihre Wunden geleckt. Nach der Aufarbeitung der 0:4-Niederlage in Wernigerode schauen die Fußballer des TuS Schwarz-Weiß Bismark nur noch nach vorn. „Nach unserer Auftaktniederlage in Wernigerode haben wir gesehen, wo wir noch ansetzen müssen und zahlreiche Ausfälle von Stammspielern schlecht zu kompensieren sind“, sagt Trainer Dirk Grempler. Er erwartet morgen Schwarz-Gelb Bernburg. Die Mannschaft aus dem Salzlandkreis hat in der zurückliegenden Saison noch in der Landesliga Süd gespielt, war im Jahr 2016 aufgestiegen. „Mit Bernburg kommt eine unbekannte Mannschaft ins Waldstadion, aber der Sieg zum Saisonstart zeigt, dass wir ab der ersten Minute konzentriert und engagiert ins Spiel gehen müssen“, ist Grempler überzeugt. Nach dem 2:1-Erfolg über Union Heyrothsberge stehen die Bernburger auf dem fünften Tabellenplatz.

Die Kadersituation in Bismark hat sich im Vergleich zur Vorwoche etwas entspannt. „Stabilität erhoffen wir uns durch Felix Knoblich, der letzte Woche dienstlich fehlte und schwer vermisst wurde“, so der Cheftrainer. Auch wenn die Saison natürlich noch sehr jung ist: „Das Team hat die Möglichkeit, sich zu rehabilitieren.“ Dennoch wolle niemand im Verein der Mannschaft zu diesem frühen Zeitpunkt Druck machen. Das würde nur dazu führen, gerade den jungen Spielern die Lust am Fußballspielen zu nehmen. Grempler: Wir glauben an uns und in den nächsten Wochen werden wir hart und intensiv an uns arbeiten.“ Ein Erfolgserlebnis im eigenen Stadion könnte dazu beitragen, das Selbstvertrauen weiter zu stärken.

SV Staßfurt - Havelwinkel Warnau

„Wir fahren mit gemischten Gefühlen nach Staßfurt.“ Ralf Franke muss in der Auswärtsbegegnung morgen Nachmittag auf acht Spieler verzichten, wird seine Elf gerade so zusammenbekommen. Keine einfache Aufgabe für den Cheftrainer, der sich noch gut an die vergangene Saison erinnern kann. „Letztes Jahr haben wir dort 1:5 verloren.“ Das soll sich nicht wiederholen. Auch wenn der SSV Havelwinkel Warnau mit dezimierter Truppe in den Salzlandkreis reist, soll auf jeden Fall etwas Zählbares dabei herauskommen.

Die Leistung zum Saisonauftakt macht dem Trainer Mut. Auch wenn seine Mannschaft gegen den Staffelfavoriten Preussen Magdeburg auf heimischem Rasen unglücklich mit 1:2 verloren hatte, so zeigte sie doch ihr Potenzial. „Wir hätten gewinnen können, wenn wir die Tore gemacht hätten“, hat Franke die Niederlage noch nicht vollends verdaut. Erklärtes Ziel der Warnauer ist es ja auch, in dieser Saison weiter oben mitzuspielen in der Landesliga. Nach Platz neun in der Premierensaison strebt die Truppe aus dem Havelwinkel Platz fünf an. Doch leicht wird es morgen keinesfalls. Der SV Staßfurt möchte nach dem torlosen Unentschieden beim SV Irxleben auf heimischem Platz einen Sieg einfahren. Doch die Franke-Elf wird sich dagegenstemmen – mit allem, was ihr zur Verfügung steht.

Verletzungsbedingt fehlen Stefan Heinrich und Riccardo Hain. Der brasilianische Neuzugang Yuri Alef Dos Santos Souza hat sich im ersten Saisonspiel verletzt und wird ebenfalls nicht auflaufen können. Fünf Spieler sind zudem aus privaten Gründen verhindert. Dennoch sagt Franke, der zu DDR-Zeiten für Stahl Brandenburg in der DDR-Oberliga spielte: „Wir brauchen uns dort nicht zu verstecken.“ Mit einem Punkt würde er sich schon zufriedengeben.

Magdeburger SV Börde - SSV Gardelegen

„Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen“, so ein entschlossener SSV-Coach Norbert Scheinert, dessen Elf zum Saisonauftakt gegen den Burger BC (1:1) aufgrund einer nicht so guten Chancenverwertung einen möglichen Sieg nicht realisieren konnte.

Die verlorenen Punkte wollen die Westaltmärker nach Möglichkeit in der Landeshauptstadt einfahren. „Wir setzten auf eine kompakte Abwehr, um nach der Balleroberung das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Unsere Chancenverwertung müssen wir diesmal verbessern“, so Scheinert, der lediglich um den Einsatz von Andy Stottmeister (Knie) bangt. Personell sieht es somit gut aus. „Ich könnte zwölf Wechselspieler aufbieten, leider dürfen nur sieben auf dem Formular stehen.“ Norbert Scheinert muss somit fünf Akteuren nach dem Abschlusstraining miteilen, dass sie nicht zum Einsatz kommen werden. Keine einfache Entscheidung, doch der Trainer hofft, dass auch diese Spieler mit nach Magdeburg reisen, um das Team zu unterstützen.

Der Kontrahent ist für Norbert Scheinert eine unbekannte Größe. „Ich kenne die meisten Mannschaften nicht, gehe aber davon aus, dass es in der Landesliga keine einfachen Gegner geben wird und wir nichts geschenkt bekommen werden.“ Den 3:1-Auftaktsieg bei Blau-Weiß Niegripp hat Scheinert aber registriert. „Die Erfahrung hat den Ausschlag gegeben, Börde hat Niegripp ausgekontert“, berichtet Schiedsrichter Guido Eisenschmidt, der bei diesem Spiel als Assistent im Einsatz war. Niegripp hat sehr hochgestanden und setzte auf eine Abseitsfalle. Die so angebotenen Räume haben die Börde-Spieler clever ausgenutzt.

Von Sabine Lindenau und Renee Sensenschmidt

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