FUSSBALL – 3. LIGA 1. FC Magdeburg will eine Serie starten

Ein Punkt, der weiterhilft

Florian Kath (links) hatte im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern in der Schlussphase den Siegtreffer für seinen 1. FC Magdeburg auf dem Fuß. 
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Florian Kath (links) hatte im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern in der Schlussphase den Siegtreffer für seinen 1. FC Magdeburg auf dem Fuß. 

Magdeburg – Das Spiel in Kaiserslautern ist Geschichte, der Blick richtet sich nun nach Ingolstadt.

Der 1. FC Magdeburg hat nach dem 2:1-Heimsieg gegen Bayern München II das Kellerduell zumindest nicht verloren und will die kleine Ungeschlagen-Serie am kommenden Sonntag weiter ausbauen. 

„Das Spiel war sicherlich kein Leckerbissen, doch der Punkt hilft uns“, sieht Trainer Thomas Hoßmang seine Elf nach dem 1:1 in Kaiserslautern im Aufwind. Aufgrund der klaren Chancenvorteile für den FCK sprach auch Hoßmang von einem Punktgewinn. Ob glücklich oder nicht, da gingen die Meinungen auseinander. Für den FCM-Trainer war wichtig, dass seine Spieler nach dem Rückstand eine positive Reaktion gezeigt haben. „Die Jungs haben Handlungsoptionen und wissen, was zu tun und zu lassen ist.“ Hoßmang ist aber auch nicht entgangen, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit nach ordentlichem Beginn dem FCK nach 20 Minuten das Spiel überlassen hat und dadurch unnötig unter Druck geraten ist. „Wir haben Kaiserslautern eingeladen.“

Dass die Magdeburger im ersten Abschnitt nicht in Rückstand geraten sind und am Ende einen Punkt einfahren konnten, lag auch an der fehlerfreien Leistung von Torwart Morten Behrens. Der 23-Jährige musste nach dem 2:5 beim SV Waldhof Mannheim viel Kritik einstecken, seine Reaktion auf dem Platz war positiv. „Man muss so ein Spiel schnell abhaken und aus den Fehlern lernen. Aus den guten Spielen muss man das Positive mitnehmen“, so der junge Schlussmann, der sich darüber freute, dass er gegen Bayern II und Kaiserslautern seiner Mannschaft wieder helfen konnte.

Für Mittelfeldspieler Thore Jacobsen war es wichtig, dass der FCM das Kellerduell nicht verloren hat. Am Ausgleichstreffer war der 23-Jährige direkt beteiligt, sein Zuspiel schlenzte Andreas Müller genau in den Winkel. „Dieses Glück braucht man auch“, so Jacobsen, der nicht davon ausgeht, dass Müller den Winkel anvisiert hatte. Dieses Tor zeigt aber auch, wie wichtig Standardsituationen sind. „Sie helfen, wenn aus dem Spiel heraus nichts gelingt.“ Ecken und Freistöße gehören deshalb nicht nur beim FCM zum Trainingsprogramm. Ebenso das Verteidigen von gegnerischen Standards. In Kaiserslautern kam der Gegner oftmals frei zu Kopfbällen, die für die aktuell schlechteste Abwehr der Liga aber folgenlos blieben.

Torschütze Andreas Müller freute sich, dass sein Treffer am Ende für ein Remis gereicht hat. „Ein Punkt für den Klassenerhalt“, jubelte Müller, der davon überzeugt ist, dass seine Mannschaft „definitiv die Liga halten wird.“

Am kommenden Sonntag geht es für den FCM zum Tabellendritten FC Ingolstadt, der zuletzt in Mannheim eine herbe 1:4-Pleite kassierte, somit auf Wiedergutmachung aus ist. Das wird mit Sicherheit ein schwerer Gang für den FCM. Doch chancenlos sind die Elbestädter nicht, wie das 1:1 beim aktuellen Rangzweiten TSV 1860 München zeigte. „Das wird wieder ein Abnutzungskampf“, blickt Thore Jacobsen, der sich zudem gerne an den letzten Auftritt des FCM bei den „Schanzern“ erinnert, voraus. Im Juni siegten die Blau-Weißen mit 2:0, Jacobsen erzielte den Führungstreffer. „Wir wissen, dass wir da gewinnen können.“

Die Moral ist intakt, die Einstellung stimmt und das Selbstvertrauen ist nach vier Punkten in Folge wieder gestiegen. Der Kampf um den Klassenerhalt wird den FCM weiter beschäftigen. Daher muss die kleine Ungeschlagen-Serie weiter ausgebaut werden.

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