Leichtathletik: XXII. Winckelmann-Games mit über 230 Startern aus 48 Vereinen

Mit Prominenz und Rekorden

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Eröffnung: Siggi Wille (v.l.), Carola Schulz, Paul Rodermann (KSP Stendal), Peter Ludwig, Carsten Wulfänger und Sylvia Fried begrüßten die Starter.  

Stendal – Wo Weltmeister auf ambitionierte Nachwuchsathleten treffen, wo Wetterkapriolen nicht stören und wo Top-Resultate erzielt werden, da sind die Winckelmann-Games zu Hause. Sie fanden am Wochenende zum 22. Mal statt.

Über 75 Meter sprinteten bei den Wickelmann-Games in der AK M12 Marius Lampert (v.l.), Michael Röhrs, Maarten Schmechting und Emil Wydmuch.

Schneller, höher, weiter: Auch bei Nässe, Wind und kühlen Temperaturen. Leichtathleten sind hart im Nehmen. Auch schon in jungen Jahren. Und so ließen sich die mehr als 230 Starter aus 48 Vereinen bei den XXII. Winckelmann-Games in Stendal am zurückliegenden Wochenende nicht davon abbringen, ihre Top-Leistungen abzurufen. Der sonnige Sonntag mit optimalen Wettkampfbedingungen entschädigte dann auch für den verregneten Sonnabend.

Keine Hürde zu hoch: Die W14-Läuferinnen holten alles aus sich heraus. 

„Wir sind zufrieden“, resümierter Peter Ludwig kurz und knapp. Der Präsident des Stendaler Leichtathletikvereins freute sich, dass die Weitsprunganlage rechtzeitig zu den Games saniert werden konnte und auch das Wochenende reibungslos verlief. Die starken Resultate und die positive Resonanz der Teilnehmer entschädigte für die vielen Wochen der Vorbereitung. Dass mit Lea-Jasmin Riecke vom Mitteldeutschen SC die amtierende U20-Weltmeisterin im Weitsprung am Start war, zeigt die Bedeutung des Wettkampfes für die Leichtathleten aus der Region und darüber hinaus auf. Riecke gewann den Sprint über 100 und 200 Meter in der U20.

Weit: Niklas Könnemann vom VfL Kalbe/Milde.

Mit Lothar Huchthausen nahm ein weiterer Weltmeister teil. Der Arneburger holte bei den Senioren der AK 80 dann auch vier Titel – natürlich in den vier Wurfdisziplinen. Auch die ehemalige SLV-Athletin Alexandra Lampert (geb. Flohr), die inzwischen für den sächsischen Verein SSV Lichtenstein aktiv ist, startete mit ihren Söhnen. Für die Jungs gab es in diesem Jahr keinen Titel, für Mama Alexandra schon. Sie gewann in der AK40 die Titel im Hoch- und Weitsprung.

Am Sonntag kam dann noch unerwarteter Besuch vorbei. Thomas Barthel, der erfolgreichste SLV-Export, überraschte seine Mutter zum Muttertag, die als Kampfrichterin im Einsatz war. Für den WM-Starter war der Heimatbesuch ein Zwischenstopp nach dem dreiwöchigen Trainingslager.

Carla Wolff aus Tangerhütte beim Speerwurf.

Nicht nur die Prominenz, auch die altmärkischen Athleten zeigten sich in guter Form. Mehrere Altmark-Rekorde wurden aufgestellt (Infokasten). Die Winckelmann-Games gehen vom 31. Mai bis 2. Juni in ihre zweite Runde. Die bei den Jüngsten so beliebte „Zwergenolympiade“ wurde in den renommierten Stendaler Hanse-Cup integriert. An dem Wochenende ist die Leichtathletik-Welt erneut zu Gast im Stadion „Am Galgenberg“. Schließlich werden bei dem Mehrkampf-Event in der Senioren-Leichtathletik mehrere Weltmeister und Athleten aus aller Herren Länder am Start sein. Und bis dahin wird sich sicherlich auch das Wetter wieder von seiner angenehmeren Seite präsentieren.

VON SABINE LINDENAU

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