FUSSBALL – TESTSPIEL Stendal gut gegen Ball / TeBe beim 1:4 zu stark

Lok probt für den Ernstfall

Drucksituationen durchspielen: Lok Stendals Rückkehrer Sebastian Hey (links) und Marlon Schweda hatten gegen TeBe gut zu tun, machten es aber ordentlich.
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Drucksituationen durchspielen: Lok Stendals Rückkehrer Sebastian Hey (links) und Marlon Schweda hatten gegen TeBe gut zu tun, machten es aber ordentlich.

Stendal – Drittes Testspiel, weitere Erkenntnisse für Jörn Schulz. Der Trainer hat mit seinem 1. FC Lok Stendal am Mittwochabend gegen den Regionalligisten Tennis Borussia Berlin 1:4 (1:1) verloren.

Dennoch galt die Partie gegen den höherklassigen Verein aus der Hauptstadt als weitere Übungseinheit für das, was die Schulz-Elf im Oberliga-Alltag in Duellen mit spielstarken Teams erwarten wird: konzentriert verteidigen, im Kollektiv klug verschieben und Drucksituationen überstehen.

„Wir wollten jetzt mal eine Mannschaft haben, die uns bespielt. Und so ist es auch aufgegangen. Das war der Abschluss vom Kraft- und Ausdauerinhalt. 70 Minuten haben die Jungs richtig gut dagegengehalten“, resümierte Jörn Schulz, der sich von Stendals Auftreten gegen den Ball „positiv überrascht“ zeigte. Die Berliner übernahmen früh das Kommando und agierten in der Spielhälfte der Stendaler, die im 4-1-4-1-System spielten. Lok-Torhüter Bryan Giebichenstein musste bei einem Kopfball noch nicht eingreifen (8.), parierte aber in zwei aussichtsreichen Situationen gut und verhinderte einen frühen Rückstand (9., 11). Und erinnerte an seine gute Zwischenform aus der Hinrunde der vergangenen Saison.

Lukas Breda sorgte für das 1:0, als er nach einem Pass von Niclas Buschke einen sicher geglaubten Ball erobern konnte und für Lok traf (23.). Insgesamt musste Stendal den überlegenen Berlinern das Feld überlassen, machte es in der Defensive aber ordentlich und zeigte das, was sich der Trainer vorgestellt hatte. „Für mich war wichtig, dass die Jungs die Aufgabe erfüllen und das haben sie gut gemacht“, sagte Schulz.

Wie zu erwarten bildete Rückkehrer Sebastian Hey mit Johannes Mahrhold die Innenverteidigung der Heimmannschaft. Man habe gesehen, dass eine Stabilität da war, betonte Schulz die Wichtigkeit von Hey, der sich auf Dauer gemeinsam mit Mahrhold in der Abwehrzentrale festspielen könnte. Loks Defensive blieb unter Druck und Bismark-Neuzugang Felix Knoblich köpfte den Ball von der Linie (28.), ehe Vincent Rabiega den 1:1-Halbzeitstand markierte (31.).

Die Gäste wechselten mit Wiederanpfiff mehrfach, wodurch sich eine kurzzeitige Chance für Stendal bot. Der präsente Buschke fand Knoblich nach einem Freistoß – abgefälscht (57.). Es war die beste und einzige Möglichkeit im zweiten Durchgang, da die Partie weitestgehend verflachte. Erst in der Schlussphase musste John Ziesmann, der nach der Pause für Giebichenstein im Tor stand, dreimal hinter sich greifen (79., 87., 90.). Zuvor konnte sich der Ex-Möringer aber auszeichnen (74.).

Aufgrund der „guten Leistung“ trotz des 1:4, wie Schulz befand, gab es gestern trainingsfrei, ehe es heute mit einem Intervalltraining weitergeht. Morgen folgt der vierte Lok-Test beim Landesklassisten Medizin Uchtspringe (15 Uhr). Danach kommen die Urlauber zurück und Schulz wird mit seiner Elf das Spielerische und die Schnelligkeit in den Fokus nehmen.

Tore: 1:0 Lukas Breda (23.), 1:1 Vincent Rabiega (31.), 1:2 Efe Önal (79.), 1:3, 1:4 Marko Perkovic (87., 90.).

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein (46. Ziesmann) - Schweda, Mahrhold, Hey (86. Hussein), Bubke (68. Schönburg) - Kolzenburg (64. Bittner) - M. P. Schmidt (81. Becker), Knoblich, L. Breda, Buschke (86. M. L. Schmidt) - Seidel-Holland (86. Nabizade). VON PATRICK NOWAK

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