Fußball, Verbandsliga: 1. FC Lok verspielt erneut eine sichere Führung / 2:2-Remis in Piesteritz

Das Problem zweite Halbzeit

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Linksverteidiger Nils Breda (rechts) ließ mit dem 1. FC Lok Stendal zwei Zähler in Piesteritz liegen. Er und seine Mannschaft schafften es nicht, eine 2:0-Führung zu verwalten.

Piesteritz. Mit einer kleinen Enttäuschung geht Verbandsliga-Herbstmeister 1. FC Lok Stendal in die Winterpause. Bei Grün-Weiß Piesteritz verspielten die ungeschlagenen Altmärker eine 2:0-Führung und mussten sich nach 90 Minuten mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben.

Es war nicht das erste Mal, dass die Stendaler im zweiten Durchgang Punkte herschenkten.

In Piesteritz war es abermals mehr als unnötig. Lok hatte auf dem engen Kunstrasenplatz der Gastgeber die bessere Spielanlage und wusste auch den Ausfall seines besten Torjägers Benedikt Nellessen zu kompensieren. Niclas Buschke rückte in den Angriff, Benjamin Bubke auf die linke Außenbahn. Die junge Stendaler Elf begann zwar etwas zurückhaltend, verstand es aber sich zu steigern. Nach 25 Minuten besorgte Buschke per Kopf die verdiente Führung. „Das war eine tolle Kopfballtechnik“, lobte Trainer Sven Körner. Ein Ballverlust der Piesteritzer fünf Minuten vor der Pause ermöglichte den Gästen ein Tor ganz nach dem Geschmack ihres Übungsleiters. Steven Schubert gewann das Leder, steckte blitzschnell auf Franz Erdmann durch, der zum Pausenstand vollendete.

Weitere Chancen auf das vorentscheidende 3:0 vergab die Körner-Elf sowohl kurz vor als auch kurz nach dem Seitenwechsel. Bei der Harmlosigkeit der Piesteritzer eigentlich kein Problem, doch dann ließ Torwart Bryan Giebichenstein einen ungefährlichen Ball klatschten und bereitete somit den Anschlusstreffer vor (69.). „Ein krasser Torwartfehler“, ärgerte sich Körner. Fortan erhöhte Grün-Weiß den Druck und das Spiel wurde hektisch. „Wir haben dann zu viele Standards zugelassen, was uns letztlich auch das Genick gebrochen hat“, haderte der Lok-Coach. Nach einem Platzverweis in Unterzahl gelang Piesteritz noch der Ausgleich (80.).

Das schonungslose Fazit des Stendaler Trainers: „Auswärts müssen zwei Tore auch mal reichen um zu gewinnen. Das war heute nicht so und deshalb hatten wir auch nicht mehr verdient.“

• Tore: 0:1 Niclas Buschke (25.), 0:2 Franz Erdmann (40.), 1:2 Dennis Marschlich (69.), 2:2 Sebastian Töpfer (80.). • Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Piesteritz (79.).

• 1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - N. Breda, Mahrhold, Werner, Gebauer, L. Breda, Schubert (75. Schaarschmidt), Buschke, Salge, Erdmann, Bubke (83. Instenberg).

Von Tobias Haack

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