Fußball, Kreisoberliga: Krümmling-Elf setzt sich im Titelkampf ab / Spannung pur im Keller

Ist Potzehne noch zu gefährden?

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Michael Lippert (links) und die Männer des SV Grün-Weiß Potzehne dürften im Rennen um den Kreismeistertitel wohl nicht mehr ins Straucheln geraten.

Altmark. Drei Spieltage vor dem Saisonende geht es in der Fußball-Kreisoberliga noch an beiden Enden der Tabelle spannend zu.

Im Kampf um den Kreismeistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesklasse haben sich die Männer des SV Grün-Weiß Potzehne allerdings einen kleinen Vorteil verschafft und alles deutet darauf hin, dass sich die Elf von Trainer Erich Krümmling vom ärgsten Verfolger nicht mehr abfangen lässt.

Richtig zur Sache geht es indes im Tabellenkeller, denn hier sind gleich fünf Mannschaften in den Abstiegskampf involviert. Der SV Eintracht Vienau, der momentan auf Tabellenplatz zehn liegt, und Schlusslicht Rot-Weiß Wenze trennen lediglich vier Punkte. Alles deutet also ein spannendes Saisonfinale hin.

Aufstiegsrennen

Lange Zeit marschierten Tabellenführer SV Grün-Weiß Potzehne und der VfB Klötze im Gleichschritt von Spieltag zu Spieltag. Doch in der entscheidenden Phase leisteten sich die VfB-Kicker am Sonntag einen Ausrutscher, der vielleicht schon ausschlaggebend gewesen sein könnte. Im Nachbarschaftsduell beim Tabellenletzten SV Rot-Weiß Wenze kassierten die Klötzer eine überraschende 0:1-Niederlage und mussten so mit ansehen, wie die Potzehner ihren Vorsprung an der Spitze auf vier Zähler ausbauten. Ein Blick auf die restlichen Partien der Potzehner verrät, dass es für die Grün-Weißen wohl nur noch Formsache sein dürfte, den Titel zu bejubeln. Mit dem SV Rot-Blau Sanne, dem TSV Adler Jahrstedt und der SG Eintracht Mechau warten nämlich durchaus lösbare Aufgaben. So sieht es auch die direkte Konkurrenz. „Wenn man realistisch auf das Restprogramm blickt, dann dürfte Platz eins weg sein. Da bin ich mir relativ sicher, auch wenn im Fußball einiges passieren kann“, schätzte VfB-Coach Kevin Riewe nach der Niederlage in Wenze ein. „Für uns gilt es nun, den zweiten Platz abzusichern“, so Riewe, der mit seiner Mannschaft noch gegen Mieste, Diesdorf sowie Jübar antreten muss, weiter. Doch um auch am Ende auf Rang zwei zu stehen, müssen sich die Klötzer schon ordentlich strecken, denn eine Mannschaft schickt sich an, den VfB noch zu verdrängen.

„Wir sind heiß und wollen Klötze unbedingt noch abfangen. Platz zwei ist unser großes Ziel“, machte Danny Kausche, Trainer des FSV Eiche Mieste, unmissverständlich deutlich. Seine Mannschaft ist derzeit richtig gut drauf. Seit der Winterpause fuhren die Miester neun Siege und ein Remis ein. In der separaten Rückrunden-Tabelle liegen die FSV-Kicker damit auch auf Platz eins und verschafften sich so eine gute Position, um Rang zwei in Angriff zu nehmen. Am kommenden Sonntag steht übrigens das direkte Duell der beiden Verfolger an, wenn die Klötzer auf eigenem Platz den FSV Eiche Mieste erwarten.

Abstiegskampf

In Sachen Klassenerhalt wird es wohl bis zum Saisonende richtig spannend bleiben. Derzeit kann es noch fünf Mannschaften erwischen. Der SV Eintracht Vienau holte aus den letzten drei Begegnungen sieben Punkte und konnte dank dieser Ausbeute die Abstiegsränge verlassen. Wichtige drei Zähler verbuchte zuletzt auch der SV Rot-Weiß Wenze, der den VfB Klötze bezwang und damit den Anschluss zum rettenden Ufer herstellte. Außerdem befinden sich der SV Rot-Blau Sanne, der TSV Adler Jahrstedt und der SSV Gardelegen II in akuter Abstiegsgefahr. Geht man von den nackten Zahlen nach der Winterpause aus, dann spricht alles dafür, dass die Gardelegener im Abstiegsrennen den Kürzeren ziehen könnten, denn in der Rückrunde konnten die SSV-Kicker noch nicht ein Spiel gewinnen und lediglich magere zwei Zähler verbuchen. Für die Gardelegener steht am kommenden Sonntag ein wichtiges, wenn nicht sogar das entscheidende Spiel der Saison auf dem Programm, denn die Elf von Coach Werner Ilgner, derzeit Vorletzter, muss beim Schlusslicht Wenze antreten. Gehen die Rolandstädter auch in diesem Kellerduell als Verlierer vom Platz, dürfte der Abstieg fast schon besiegelt sein, denn anschließend folgen Partien gegen Kusey und Mieste. Doch auch die direkte Konkurrenz aus Sanne und Jahrstedt muss noch mächtig um den Klassenerhalt zittern.

Wie viele Mannschaften in den saueren Abstiegsapfel beißen müssen, steht allerdings noch nicht fest, denn die Anzahl der Absteiger richtet sich danach, wie viele westaltmärkische Teams aus der Landesklasse absteigen. Stand jetzt gäbe es mit dem SV Heide Jävenitz lediglich einen westaltmärkischen Absteiger. Das heißt, dass aus der Kreisoberliga auch nur der Tabellenletzte in die Kreisliga absteigen müsste. Erwischt es hingegen in der Landesklasse aber auch noch den SV Langenapel, dann würde sich die Anzahl der Kreisoberliga-Absteiger ebenfalls auf zwei Mannschaften erhöhen.

Von Tobias Weber

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