HANDBALL – VERBANDSLIGA Lok verliert unnötig deutlich / Rosentreter fliegt

„Post war heute schlagbar“

Freie Würfe hatte der HV Lok (Mitte, Eric Leinung) einige, die Torausbeute ließ jedoch zu wünschen übrig. Mit nur 22 Treffern war Magdeburg nicht beizukommen.
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Freie Würfe hatte der HV Lok (Mitte, Eric Leinung) einige, die Torausbeute ließ jedoch zu wünschen übrig. Mit nur 22 Treffern war Magdeburg nicht beizukommen.

Stendal – Der HV Lok Stendal hat am Sonntagnachmittag das Verfolgerduell der Handball-Verbandsliga gegen den Post SV Magdeburg mit 22:28 (12:14) verloren.

In einer zerfahrenen Partie, die von beiden Seiten keineswegs fehlerfrei geführt wurde, kamen den Altmärkern in der Schlussphase Konzentration und Disziplin abhanden, sodass sich das Endergebnis unnötig deutlich darstellte.

Die Stendaler gingen trotz ihrer bislang so starken Saison als Außenseiter in dieses Heimspiel, fehlten doch gleich mehrere wichtige Leistungsträger. „Wir wollten trotz unserer Personalprobleme alles versuchen und gegen die Einstellung der Mannschaft kann man auch nichts sagen“, resümierte Lok-Trainer Jörg Schulze, obgleich er wusste: „Post war heute schlagbar.“ So hatte der HV Lok mit Tobias Vogel beispielsweise einen sehr guten Rückhalt im Tor, der die Magdeburger speziell in der Anfangsphase zur Verzweiflung parierte. Ganze fünf Minuten dauerte es, ehe der Titelanwärter aus der Landeshauptstadt überhaupt mal einen Treffer bejubeln konnte (1:1). Doch auch die Eisenbahner sündigten mehrfach im Abschluss. Es entwickelte sich ein zähes, fehlerbehaftetes Spiel, in dem sich lange Zeit keine Mannschaft absetzen konnte. Post ging zwar mit einer 14:12-Führung in die Pause, verspielte diese aber nach Wiederbeginn (39./17:17).

Erst in der Schlussphase entglitt der tapferen Stendaler Mannschaft die Partie. Da Spieler wie Chris Rosentreter, Tim Krähe oder Eric Leinung fast durchspielen mussten, war ein Kräfteverschleiß unvermeidbar. Die Konzentration ließ nach, technische Patzer und Fehlwürfe häuften sich ebenso wie Zeitstrafen. Als Rosentreter in der 54. Minute nach einem Frustfoul zunächst die Rote und nach einem Kommentar zum Unparteiischen auch noch die Blaue Karte sah, zog Post auf 25:21 (57.) davon. Die fünfte Saisonniederlage für Lok war perfekt und wurde sogar noch deutlich – 22:28.

„Es hätte heute schon alles rund laufen müssen. Wenn du keine Optionen hast und dann noch Zeitstrafen und Karten dazukommen, wird es schwierig. Die Schiedsrichterleistung war sicherlich auch nicht ideal, aber daran kann man die Niederlage auf keinen Fall festmachen“, fasste Schulze zusammen.

HV Lok Stendal (Tore): Vogel, Kalkowski - Leinung (2), Krähe (5), Rosentreter (3), Sens, Tembe (3), Grimmer (6), Dietze (3), Ryssmann, Elsner.

VON TOBIAS HAACK

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