Basketball-Landespokal: PSV Salzwedel schlägt Oberligist Dessau mit 62:54

Pokalspiele und ihre Gesetze

Die Basketball-Männer des PSV Salzwedel sorgten in der zweiten Runde des Landespokals für die große Überraschung und bezwangen den Oberligisten BC Anhalt Dessau. Foto: privat

twe Salzwedel. Pokalspiele haben eben immer ihre eigenen Gesetze. Diese alte Weisheit gilt nicht nur im Fußball, sondern kann in allen Mannschaftssportarten angewendet werden.

Denn in einem Pokalspiel ist es eben möglich, dass sich eine unterklassige Mannschaft gegen einen vermeintlichen Favoriten durchsetzt. So geschehen im Basketball-Landespokal. In der zweiten Runde genoss der PSV Salzwedel, der in der Bezirksliga aktiv ist, Heimrecht und hatte am Sonnabend mit dem BC Anhalt Dessau den aktuellen Tabellenführer der Basketball-Oberliga zu Gast. Eigentlich eine klare Angelegenheit, aber eben nur eigentlich. Denn einmal mehr schlug die große Stunde des Außenseiters, denn am Ende setzten sich die Salzwedeler mit 62:54 (28:27) durch und sorgten für die Sensation.

„Wir haben uns aufgrund der klaren Verhältnisse eigentlich nichts vorgenommen. Wir wollten einfach nur ein bisschen zocken, Spaß haben und Erfahrungen sammeln. Umso mehr waren wir dann nach dem Spiel überrascht, dass wir gegen das beste Team der Oberliga gewonnen hatten“, freute sich PSV-Spielertrainer Reinhard Geratz nach der Begegnung.

„Die Dessauer traten nicht mit dem kompletten Kader der ersten Mannschaft an und hatten noch einige Jugendspieler mitgenommen. Dennoch waren fünf der sieben Dessauer Spieler aus dem Oberligateam. Darunter auch Leistungsträger wie Daniel Lindner“, informierte Geratz.

„Wir konnten noch auf die Unterstützung von den beiden Beetzendorfern Lars Leonhardt und René Gäde setzen, die seit einiger Zeit bei uns trainieren und auch das eine oder andere Spiel mitmachen wollen“, so Geratz, der selbst aufgrund von Knieproblemen nicht auf dem Feld stand.

Das Spiel war dann über weite Strecken sehr ausgeglichen. „Dessaus größte Führung waren sieben Punkte in der 29. Minute. Unser Team hat eine super Mannschaftsleistung gezeigt und nur ganz wenige Fehler gemacht. Wir hatten eine gute Wurfauswahl und leisteten uns wenige Ballverluste. Diesbezüglich ist die Leistung von Aufbauspieler Sebastian Baier ganz besonders hervorzuheben. Er hat die Mannschaft clever und fehlerfrei gelenkt. Das war super“, berichtete der Salzwedeler Spielertrainer.

In der Verteidigung mussten mussten sich die PSV-Korbjäger vor allem auf Daniel Lindner konzentrieren, der dennoch insgesamt acht Dreier traf.

In den letzten Spielminuten übernahm dann Ludwig Gercke Verantwortung, der einige Male gut von Sebastian Baier in Szene gesetzt wurde. Und vor allem auch PSV-Center Lars Leonhardt, der die letzten acht Salzwedeler Punkte erzielte und dabei zeitweise von drei Gegnern verteidigt wurde, aber nicht gestoppt werden konnte. Am Ende behielt der PSV mit 62:54 die Oberhand und zog in die dritte Runde ein.

„Das war natürlich ein Wahnsinnsspiel. Meine Mannschaft hat glaube ich auch nicht so richtig begriffen, was sie da eigentlich geleistet hat. Wir freuen uns jetzt auf die nächste Runde, bei der wir uns natürlich wieder zum zocken und Spaß haben mit einem möglichst hochkarätigen Gegner treffen wollen“, so Reinhard Geratz abschließend.

In Runde drei des Landespokals werden die Salzwedeler mit großer Wahrscheinlichkeit erneut in eigener Halle antreten und vielleicht gelingt dem PSV die nächste Überraschung, denn Pokalspiele haben ja bekanntlich ihre eigenen Gesetze.

• PSV Salzwedel: Umeri (2), Lumpe, Kuhl, Gäde (4), Schwarzberg (2), Geratz, Baier (6), Müller, Gercke (20), Kramer (2), Leonard (26).

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