Handball-Verbandsliga: Osterburg mit Heimspiel – Derby für HV Lok Stendal

Pokalhelden im Alltag

Wenn Pokalhelden tanzen: Die Osterburger in Jubelstimmung nach dem Sieg gegen Magdeburg. Nun folgt das Liga-Spiel gegen Borne. Foto: Dezort

Osterburg/Stendal. Die HSG Osterburg muss nach dem Pokalcoup am heutigen Sonnabend wieder im Liga-Spitzenkampf ran im Heimspiel gegen Germania Borne – und der HV Lok Stendal im Abstiegkampf. Im Derby beim HV Solpke/Mieste.

HSG Osterburg - Germania Borne, Sa. 16.30 Uhr

Die Liga ist den Osterburgern eigentlich wichtiger als der Pokal. Dass die Mannschaft um Spielertrainer Sebastian Papendiek am Dreikönigstag dennoch den Coup schaffte, machte die HSG glücklich. Ein Traum ging in Erfüllung – Halbfinaleinzug, Pokalhelden. Im Vorfeld des Spiels gegen den HSV Magdeburg, gegen die Papendiek und Co. 34:26 gewannen, wies der spielende Coach schon auf die Partie gegen Borne hin.

Das dritte Spiel in einer englischen Woche soll schließlich auch erfolgreich bestritten werden. „Wir wollen zwei Punkte holen“, sagt Papendiek. Es scheint durchaus möglich, das Ziel zu erreichen. Die Germania (Tabellenzehnter) gilt als Abstiegskandidat und brachte bisher nicht allzu viel Positives auf die Platte – genauer gesagt drei Siege. Mit einem achten Sieg im zwölften Spiel würde Osterburg im Spitzenkampf weiter mitmischen. Dem Vierten ist die Liga schließlich wichtiger.

HV Solpke/Mieste - HV Lok Stendal, Sa. 17.30 Uhr

Nur zwei Siege im alten Jahr. Der Aufsteiger aus Stendal steht als Vorletzter da. Abstiegskampf pur deutet sich an. Doch Frank Ziekau ist für 2016 zuversichtlich. Der Trainer des HV Lok sagt: „Es kann nur besser werden – ich weiß, dass wir es können.“ Ziekau baut auf seine Truppe, macht allerdings ein Kopfproblem aus – siehe bei der jüngsten 24:34-Niederlage im Dezember im Ostaltmark-Derby in Osterburg.

Funktioniert die „Psyche“ können es die Stendaler. Siegesparolen haut der Coach vor dem nächsten Altmark-Duell nicht heraus. Es lässt sich die These aufstellen: Wenn der Kopf funktioniert, ist ein Sieg möglich. Und Solpke/Mieste ist nicht ungreifbar für den HV Lok. Als Achter beginnt bei den Westaltmärkern die auch nur neun Pluspunkte haben (Stendal fünf) die Gefahrenzone. „Die Leistungsdichte ist eng“, weiß Ziekau. So könne auch in Mieste die „Tagesform“ entscheiden.

Von Benjamin Post

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