TENNIS Landesverband hofft auf baldige Entscheidung / Priorität Punktspiele

Auf die Plätze, fertig ...

Will endlich wieder aufschlagen: Jonas Malek, der für die Herren des TC Salzwedel spielt.
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Will endlich wieder aufschlagen: Jonas Malek, der für die Herren des TC Salzwedel spielt.

Altmark – „Tennis kann, gerade in der jetzigen Jahreszeit, als Individualsport im Freien ausgeübt werden. Eine Kontaminierung durch das Spielgerät ist nicht möglich. Körperkontakt ist nicht Teil der Sportart Tennis.

Nach wie vor absolut notwendige Infektionsschutzmaßnahmen können umgesetzt werden“, heißt es in einem Schreiben, das der Deutsche Tennis-Bund (DTB) unter anderem an das Bundeskanzleramt, an Regierungsvertreter, Landesregierungen und die zuständigen Gesundheitsministerien verschickt hat.

TVSA-Sportwart Max Pefestorff hofft, dass es bald Lockerungen für den Tennissport geben wird.

Zwei Bundesländer haben auf die Bitten des DTB bereits positiv reagiert, Tennis spielen ist in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz seit Montag bereits wieder möglich. „Wir hoffen natürlich auch, dass wir bald wieder auf die Plätze können“, meint Maximilian Pefestorff, der seit 2017 dem Präsidium des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt (TVSA) angehört und dort als Ressortleiter Sport für die Organisation des Spielbetriebes zuständig ist. Die Hoffnungen des Stendalers begründen sich auch in einer Aussage von Ministerpräsident Reiner Haseloff, der im Interview Lockerungen im Sport für den 4. Mai in Aussicht gestellt hat.

Wie Pefestorff berichtet, ist das Präsidium des TVSA im Kontakt mit der Landesregierung und dem DTB. „Wir ziehen alle Register“, so der Sportwart, der mit seinen Amtskollegen aus der Ost- und Regionalliga im ständigen Austausch steht. Wenn die Landesregierung „grünes Licht“ für den Tennissport erteilt, dann hofft der TVSA, dass man auch noch die Punktspiele über die Bühne bringen kann. „Wir würden dann am Wochenende 13./14. Juni starten. Alle Beteiligten hätten dann auch noch genügend Zeit, um die Plätze vorzubereiten und vorher zu trainieren.“

Natürlich gibt es noch einige Fragen, die vorher geklärt werden müssen. Denn Punktspiele bestehen aus Einzeln und Doppeln. Letztere könnten aufgrund der Kontaktbeschränkungen jedoch entfallen. Möglich, dass daher nur Einzel ausgetragen werden. Da der TVSA nach einer Vorgabe des DTB den Matchtiebreak an Stelle eines dritten Satzes zur neuen Saison in seiner Wettspielordnung verankert hat, könnte es auch gut möglich sein, dass bei Wegfall der Doppel jeder Spieler/in zwei Einzel bestreitet. „Diesbezüglich haben wir noch keine Entscheidung getroffen. Wir warten erst einmal ab, unter welchen Bedingungen wir überhaupt spielen dürfen“, lässt Max Pefestorff, der selbst bei den Herren 30 der SG Einheit Stendal in der Landesoberliga zum Schläger greifen will, in seine Überlegungen blicken.

Sollte gespielt werden, dann wird es in zahlreichen Spielklassen Punktspieltermine am letzten Ferien-Wochenende und danach geben. Ende August und Anfang September würde demnach auch gespielt. Ob es darüber hinaus auch Einzel-Meisterschaften gibt, ist jedoch fraglich. „Die Punktspiele haben für uns Priorität“, erklärt der TVSA-Vizepräsident, der in der kommenden Woche auf der Homepage des Landesverbandes (tennis-tsa.de) einen Rahmenterminplan veröffentlichen will.

Der Deutsche Tennisbund (DTB) hat sieben Punkte genannt, unter deren strenger Beachtung die Ausübung des Tennissports möglich erscheine:

DTB-Bedingungen

1. Der Mindestabstand zu anderen Spielern von mindestens 1,5m muss durchgängig, also beim Betreten und Verlassen des Platzes, beim Seitenwechsel und in den Pausen eingehalten werden.

2. Die Spielerbänke sind mit einem genügenden Abstand (mindestens 1,5m) zu positionieren.

3. Auf den bisher obligatorischen Handshake wird verzichtet.

4. Die Nutzung der Clubgaststätten richtet sich nach den jeweils gültigen gesetzlichen Verordnungen für die Gastronomie. 5. Die Nutzung von Sanitäranlagen richtet sich nach der jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmung. Desinfektionsmittel werden zur Verfügung gestellt. Es sind ausschließlich Einweg-Papierhandtücher zu verwenden. 6. Der Trainingsbetrieb und die Durchführung der Mannschaftsspiele erfolgen ebenfalls unter Berücksichtigung der unter Ziffer 1 bis 5 genannten Bedingungen. 7. Jeder Verein benennt einen Corona-Beauftragten zur Sicherstellung aller Vorschriften.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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