AZ-SERIE „DER TAKTGEBER“

Phillip Magerin ist mit dem OFC gewachsen

Phillip Magerin vom Osterburger FC während eines Zweikampfs
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Schon lange dabei: Phillip Magerin (vorne). Der 25-Jährige war bereits in der Jugend Kapitän des Osterburger FC. Diese Rolle nimmt er auch in der Herrenmannschaft an und gilt dort in der Abwehr als wichtige Stütze.
  • Patrick Nowak
    vonPatrick Nowak
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Phillip Magerin gehört zum Osterburger FC einfach dazu. Seine Rolle es Kapitän erfüllte er bereits in der OFC-Jugend und übt sie auch engagiert im Herrenbereich aus.

Osterburg - Sprichwörtlich heißt es „Der Kapitän geht als letztes von Bord“, doch mit Blick auf den Fußball muss es wohl eher heißen: „Der Kapitän geht stets voran“. Er ist meist Kopf des Teams, übernimmt Verantwortung, reißt seine Mitspieler mit und ist nicht zuletzt auch meist der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz. In unserer neuen AZ-Serie „Der Taktgeber“ nehmen wir altmärkische Kapitäne in den unterschiedlichen Spielklassen etwas genauer unter die Lupe und beleuchten ihren bisherigen Werdegang.

Phillip Magerin vom Fußball-Landesklassisten Osterburger FC ist einer von ihnen. Er fühlt sich der Biesestadt seit Jahren zugehörig. Daher fiel die Wahl auf den OFC in Kindertagen relativ schnell. „Seitdem ich vier bin, bin ich beim Osterburger FC“, erklärt 25-Jährige. Von zu Hause kannte er es auch nicht anders. Seine ganze Familie war beim OFC aktiv. „Bei uns in der Familie ging es viel um Fußball. Dann war es klar, dass man in einen Fußballverein in Osterburg geht.“ Dabei ist Magerin auch für andere Sportarten offen und probiert sich dort aus. So agiert er in der Freizeit öfters mal mit einem Basketball oder schnuppert neuerdings beim Tennis rein.

Hauptsächlich konzentriert sich der Abwehrspieler, der Physik und Technik auf Lehramt studiert, aber auf den Fußball. Und hat während seiner bisherigen Laufbahn bis auf wenige Ausnahmen in der Defensive mitgewirkt. Früher sei er auch mal im rechten Mittelfeld aufgelaufen. „Sonst war ich immer in der Verteidigung beheimatet.“ Als Besonderheit sieht Magerin die schnelle Entwicklung von sich selbst und seiner jungen Mannschaftskollegen an. Dies galt auch speziell für seine erste Saison im Männerbereich des OFC.

Vom Jugend- ins Herrenteam

Magerin und Co. hatten ihren Weg in der B-Jugend hinter sich gebracht und wären normalerweise zu den A-Junioren aufgerückt. Dieser Schritt wurde aber übersprungen. Sie waren nun alle Teil der Herrenmannschaft des Osterburger FC. Und gleich die erste Spielzeit brachte gleich mehrere Erfolge mit sich. 2013/2014 spielte Magerin mit seiner Elf eine äußerst gute Saison. „Wir haben den Aufstieg in der Kreisliga klar gemacht und den Pokal geholt.“

An das Endspiel des Kreispokals 2014 gegen den Möringer SV II hat Magerin noch gute Erinnerungen. Es wurde mit 5:0 gewonnen. Aber auch die Atmosphäre im Stendaler Hölzchen hatte es dem Osterburger angetan. „Das war schon ein Highlight muss man sagen. Es sind viele Leute da gewesen.“ Der gute Lauf des OFC hielt an. Und führte dazu, dass die Mannschaft im ersten Jahr in der Kreisoberliga als Aufsteiger den nächsten Schritt machte.

Wir wurden gleich zu Stammspielern und hatten auch keine andere Wahl. Das ist auch gut so.

Phillip Magerin (Osterburger FC)

Auf Anhieb schafften die Osterburger als Kreisoberliga-Meister 2014/2015 den Sprung in die Landesklasse spielen. Und spielen seitdem ununterbrochen dort, haben sich in der Zwischenzeit in der Liga gefestigt. Wenn Magerin auf diese Zeit zurückblickt, wird ihm bewusst, dass es für ihn besonders förderlich gewesen ist. „Wir wurden gleich zu Stammspielern und hatten auch keine andere Wahl. Das ist auch gut so“, bekräftigt er. Man habe sich als „Mannschaft super entwickelt. Wir waren immer sehr jung und haben uns da irgendwie durchgebissen“.

Durchbeißen ist das Stichwort. Magerin war bereits in der OFC-Jugend Kapitän. Die Rolle hat er gerne angenommen. Und dies sei fast nahtlos in den Männerbereich übergegangen. „Ich scheue mich auch nicht davor“, stellt Magerin klar. Seine Funktion ist ihm auf dem Platz bewusst. Er koordiniert die Viererkette, beteiligt sich am Spielaufbau und vergleicht dies mit der Quarterback-Position im American Football. Da könne man schon einiges daraus machen.

Er kennt aber auch die Grenzen, will auf dem Platz das Gleichgewicht halten, was die Anweisungen angeht. „Da ist auch jeder für sich verantwortlich. Das verlange ich auch von meinen Leuten. So einen Sieg holt man nur als Mannschaft, wenn alles funktioniert“, weiß der 25-Jährige, der den bisherigen Weg des OFC erfolgreich mitbegleitet hat.

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