Handball – Verbandsliga: Stendaler müssen gegen die SG Seehausen auf einige Stammkräfte verzichten

HV Lok mit Personalnot ins Derby

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Der HV Lok Stendal (li. Tim Krähe, re. Fabian Heppner) muss sich im Derby gegen die SG Seehausen (am Ball Alexander Söhnel) mit einigen Personalsorgen arrangieren. Dennoch wird die Seehäuser ein heißer Fight erwarten.

Stendal. Ausgerechnet an diesem Wochenende fehlen dem Handball-Verbandsligisten, HV Lok Stendal, einige Stammkräfte. Am Sonntag (15 Uhr) treffen die Eisenbahner auf die SG Seehausen und Lok-Trainer Frank Ziekau ist weit davon entfernt, die Bestbesetzung zur Verfügung zu haben.

„Nächste Woche wäre es egal gewesen“, bedauert Ziekau, dass es gerade an diesem Wochenende durch Urlaub oder Verletzungen zu einem personellen Engpass kommt. Am kommenden Spieltag wäre dies folgenlos geblieben, weil der HV Lok spielfrei hat.

Mit Ergänzungen aus der Reserve bekommt Ziekau aber dennoch zwölf Mann zusammen, die dann über den Kampf der SGS den Zahn ziehen soll. Doch locken lassen darf sich die Ziekau-Sieben nicht. Die Reihe muss geschlossen bleiben. Offensive Defensivvarianten sind nicht denkbar. „Dann lassen wir die Hosen runter, wenn wir rausgehen.“

Bei allen Personalsorgen sorgt die Rückkehr vom Tom Schumann indes für Hoffnung bei den Stendalern. „Er ist im Innenblock und vorne am Kreis sehr wichtig für uns. Das haben wir letzte Woche erst wieder gemerkt, als er gefehlt hat.“ Mit Schumann und den Zuschauern im Rücken ist Ziekau optimistischer und der Stendal-Coach hofft: „Vielleicht unterschätzt uns Seehausen ja auch ein bisschen.“ Der HV Lok braucht dringend Punkte, um den Bock wieder umzustoßen. Von der Herrlichkeit der furiosen Hinrunde ist nicht mehr viel vorhanden. Der Druck aus dem Tabellenkeller wächst.

Die Seehäuser hingegen stehen im Niemandsland der Liga, können befreit und ohne jeglichen Druck auflaufen. Aber: Oft fehlen dann ja auch die letzten Prozentpunkte an Fokussierung und Einsatzbereitschaft. Ein Aspekt, der bei einem Derby allerdings auszuschließen sein müsste. Für Seehausen ist es das zweite Derby binnen zwei Wochen. Im ersten Lokalmatch gegen den Tabellenführer Osterburg hielten sie das Rennen lange offen (32:34). Es folgte ein überaus überzeugender 36:24-Heimerfolg gegen den Tabellenvierten TuS Magdeburg-Neustadt. Es wird also deutlich: Die SGS ist gut drauf, was die Aufgabe für die Stendaler zusätzlich erschwert. Ziekau schnauft durch: „Es wird nicht einfach, weil das Personal einfach nicht da ist.“

Von Michael Theuerkauf

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