Handball – Bundesliga: Formstarker SC Magdeburg empfängt am Abend den THW Kiel

Der perfekte Zeitpunkt

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Seine Schulter macht ihm nach wie vor zu schaffen. Dass SCM-Kapitän Christian O’Sullivan (Mitte) sich das Topspiel gegen Kiel entgehen lässt, gilt jedoch als unwahrscheinlich. 

Magdeburg. „Es gibt schlechtere Zeitpunkte, um gegen den THW Kiel zu spielen!“ Bennet Wiegert, Trainer des SC Magdeburg, strotzt dieser Tage vor Selbstvertrauen. Vier Spiele, vier Siege.

Sein SCM hat einen Traumstart in die neue Bundesliga-Saison hingelegt und sieht sich daher aktuell auf Augenhöhe mit den Großen. Zu diesen zählt trotz einer eher durchwachsenen Vorsaison auch immer noch der THW Kiel, immerhin Deutscher Rekordmeister. Die Nordlichter gastieren heute Abend ab 19 Uhr in der ausverkauften Magdeburger GETEC-Arena. Nachdem die bisherigen SCM-Siege unter der Kategorie „Pflichtaufgabe“ liefen, dürfte das heutige Gipfeltreffen einen Fingerzeig geben, was für die Domstädter in diesem Jahr möglich ist.

Glaubt man diversen Experten, eine ganze Menge. Auch Ex-Coach Alfred Gislason, der heute wieder als Kieler Trainer in seine alte Heimat zurückkehrt, sieht in den Magdeburgern mindestens einen Geheimfavoriten. „Der SCM hat einen sehr, sehr guten Start hingelegt. Sie haben richtig gut gespielt. Eine gute Abwehr, gute Torhüter, überragende Gegenstöße. Vorn spielen sie einen guten Ball. Bezjak spielt überragend“, schwärmt der Isländer in höchsten Tönen von den Grün-Roten. Untermauern lassen sich seine Aussagen mit zwei beachtlichen Einzelstatistiken: Linksaußen Matthias Musche führt mit 36 Treffern aktuell die Torjägerliste an, Torhüter Jannick Green hat bislang die meisten Paraden (49) aller Bundesliga-Torhüter gezeigt.

Beim SCM läuft es in allen Mannschaftsteilen – trotz nicht unerheblicher personeller Sorgen. Auch gegen Kiel könnte wieder Wiegerts Kreativität gefragt sein. Regisseur Bezjak hat sich im vergangenen Spiel einen Finger der Wurfhand ausgekugelt. Sein Einsatz heute Abend hängt an einem seidenen Faden. Etwas besser sieht es bei Kapitän Christian O’Sullivan aus. Ihn plagen zwar nach wie vor Schulterprobleme, sein Trainer gibt sich jedoch optimistisch: „Er wird uns helfen können.“ Die letzte Heimniederlage gegen Kiel liegt übrigens vier Spielzeiten zurück.

Von Tobias Haack

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