HANDBALL – SG Seehausen nach starker Saison nun im Sand aktiv

Vom Parkett an den Strand

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Der Dirigent des Erfolgs: Frank Leo, Trainer der SG Seehausen, erreichte mit seiner Verbandsliga-Mannschaft einen starken zweiten Rang. 

Seehausen – Ein Platz auf dem Podest war das Saisonziel. Mit Rang zwei im Endklassement haben es die Verbandsliga-Handballer der SG Seehausen auch erreicht. Doch kaum ist unterm Hallendach Pause, zieht es die Sieben von Frank Leo an den Strand.

Beim Beach-Handball steht indes der Spaß im Vordergrund. Der Trainer schaut zurück und auch schon ein wenig voraus.

„Das Allerwichtigste ist erst mal, dass wir uns einen hervorragenden zweiten Platz erkämpft haben. Hochachtung vor dieser Mannschaft.“ Wenn Frank Leo von seinen Schützlingen erzählt, schwingt Stolz mit in der Stimme. Während der Coach schon nicht mehr mit dem Vizetitel gerechnet hatte, gab seine Mannschaft den Glauben daran nie auf und kämpfte in jeder Partie bis zum Schlusspfiff. Speziell in der zweiten Halbserie musste Leo seine Sieben aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle oft umstellen. Eine Herausforderung. Lief die Hinserie fast von selbst, kam die SG Seehausen mit Startschwierigkeiten ins neue Jahr. Die Heimniederlage gegen Gommern tat genauso weh wie jene gegen Oebisfelde II. Auch mit der Pleite in Haldensleben hatten die Seehäuser zu kämpfen. „Aber nach drei Spielen haben wir uns wieder gefangen und dann eine gute Serie hingelegt“, bilanziert der Trainer. Er sieht die große Stärke seines Teams im Zusammenspiel der erfahrenen und jungen Spieler.

„Wir geben auch nie auf, auch wenn wir mal mit drei vier Toren hintenliegen. Wir kämpfen uns immer wieder heran“, sieht er eine Weiterentwicklung, die die SGS in diesem Jahr zum Spitzenteam hat reifen lassen. Besonders gern erinnert sich Leo an die Partie in Oebisfelde, als der Rückstand fünf Tore betrug. „Dann haben wir Moral gezeigt und noch gewonnen.“ Heimstark sei seine Sieben schon immer gewesen. Aber inzwischen sei sie auch auswärts alles andere als ein Punktelieferant.

Die Entwicklung entgeht auch dem Seehäuser Publikum nicht. Zu den Heimspielen kommen immer mehr Zuschauer, im Schnitt zwischen 150 und 200. Die Atmosphäre in der Wischelandhalle spornt zusätzlich an. „Da macht es Spaß zu spielen.“

Wenn der Trainer alle Spiele vor dem geistigen Auge Revue passieren lässt, dann weiß auch er: „Der Titel wäre durchaus drin gewesen.“ Aber im Handball könne immer viel passieren, eine Meisterschaft ließe sich nicht planen. Doch mit Rang zwei sind er und seine Schützlinge mehr als zufrieden. Eigentlich hatten sie dadurch sogar die Relegation zum Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga erreicht. Doch das Hinspiel fiel auf das zurückliegende Wochenende, als die Saisonabschlussfahrt auf dem Programm stand. Darum hatte sich die SGS dagegen entschieden und wird auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga auf Torejagd gehen.

Kaum ist die Saison vorbei, gehen die Wischestädter in den Sand. „Die Jungs freuen sich darauf, das ist Spaß hoch zehn“, sagt Leo. Beim eigenen Beachhandball-Turnier am 15. Juni in Seehausen, für das bereits zehn Teams gemeldet haben, sind sie genauso dabei wie bei Wettbewerben in Warnemünde. Hannover und Travemünde. Erst Mitte Juli startet die Vorbereitung auf die neue Saison. Dann wird auch Patrick Knust zurückkehren, der schon in der Jugend in Seehausen gespielt hat und dann zur HSG Osterburg gewechselt war. Leo hofft, dass zeitnah die Verletzten wieder fit werden. Bei Paul Liepelt, Christian Söhnel und Philipp Arndt sieht es indes nicht so gut aus. Sie werden länger ausfallen.

Derzeit genießen Trainer und Team den Erfolg, für den sie im Schlussspurt noch einmal hart gearbeitet hatten. Schließlich lagen sie ein paar Wochen vor Saisonende noch auf Rang fünf, legten dann noch einmal richtig los und konnten sich belohnen.

VON SABINE LINDENAU

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