Eröffnung des Handballjahres 2015 in der Verbandsliga gegen Ilsenburg

Osterburger schießen los

Philipp Kiebach (2. von rechts) erhielt bei den Männern für seine 155 Treffer die Torjägerkanone, Jan-Nicklas Reichert (rechts) für seine 120 Tore bei den A-Jugendlichen. Horst Janas und Antje Gehne nahmen die Auszeichnung vor.
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Philipp Kiebach (2. von rechts) erhielt bei den Männern für seine 155 Treffer die Torjägerkanone, Jan-Nicklas Reichert (rechts) für seine 120 Tore bei den A-Jugendlichen. Horst Janas und Antje Gehne nahmen die Auszeichnung vor.

Osterburg. Während alle anderen ostaltmärkischen Handballer den Handball noch Handball sein lassen, schießen die Herren der HSG Osterburg wieder los.

Die Osterburger bestreiten am morgigen Sonnabend um 15 Uhr in der heimischen Sekunarschusporthalle in der Verbandsliga ihr erstes Punktspiel in 2015 – und eröffnen damit das Handballjahr.

Wenn die HSG ihre Leistung aus der letzten Partie des Vorjahres konserviert hat, wieder auspackt und auf die Platte legt (und natürlich wieder mehr trifft als der Gegner), dürfte alles andere als ein Heimsieg für einen verspäteten Silvester-Kater sorgen. Osterburg, dass sich mit einem unerwarteten 33:29-Pokal-Achtelfinalerfolg gegen den Titelverteidiger und Sachsen-Anhalt-Ligisten SV Langenweddingen kurz vor Weihnachten aus dem Handballjahr 2014 verabschiedete (HSG-Co-Trainer Marco Podas: „Wir genießen das einfach“), empfängt morgen schließlich den Tabellenvorletzten der Liga.

Die Ilsenburger holten in der bisherigen Saison auswärts gerade einmal einen Punkt und wirken damit nicht sonderlich Angst einflössend auf die HSG. Der HV gewann ohnehin erst zwei Mal in dieser Spielzeit. Die Frühschützen aus Osterburg können als Rangfünfter im ersten Liga-Heimspiel seit dem 8. November (!) eigentlich befreit aufspielen.

Allerdings: Bei der HSG ist bekanntlich alles möglich. Neben der Pokalsensation gegen Langenweddingen daheim legten die Osterburger – eben am 8. November – auch mal dürftige Heimauftritte hin. Beim 41:33 kassierte die HSG 33 Gegentore gegen den Letzten Lok Oschersleben – die Abwehrreihe stand gegen das Schlusslicht damals zu offen (bei der 37:41-Niederlage davor zuhause gegen Kellerkind FSV Magdeburg fing sich Osterburg sogar 41 Gegentore). Gegen den Vorletzten darf das freilich nicht passieren. Einer der in 2015 gleich wieder losschießen könnte, wäre Philipp Kiebach. Der Rechtshänder aus dem Rückraum war im Vorjahr mit 155 Treffern bester Schütz in den HSG-Reihen. Dafür erhielt Kiebach die Torjägerkanone. Die Osterburger können übrigens gleich mal alles rausknallen, was auf ihren Händen liegt. Denn nach der Partie am Samstag hat die Mannschaft wieder zwei Wochen spielfrei. In der nächsten Woche schießen die ostaltmärkischen Nachbar-Teams der SG Seehausen (Sachsen-Anhalt-Liga) und HV Lok Stendal (Nordliga), und die HSG kann den Handball Handball sein lassen.

Von Benjamin Post

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