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Osterburger FC feiert Pokalsieg im Elfmeterschießen - 9:8!

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Von: Tobias Haack

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Der OFC feiert seinen Pokalsieg.
Pokalsieger 2022: Der Osterburger FC. © Haack

Der Altmarkstrompokal-Sieger 2022 heißt Osterburger FC. Der Landesklassist setzte sich in einem Endspiel für die Geschichtsbücher mit 9:8 (4:4, 4:4, 1:2) nach Elfmeterschießen durch. Gegner Preussen Schönhausen musste die bitterste aller Niederlagen hinnehmen.

Vor knapp 1 000 Zuschauern in Klietz kam Topfavorit Osterburg nahezu perfekt ins Spiel. Es dauerte eine knappe Viertelstunde, da brachte Jakob Gernecke seine Farben mit einem abgefälschten Schuss in Führung. Der OFC hatte alles im Griff, doch nach und nach kauften die Preussen ihrem höherklassigen Gegner den Schneid ab.

Der Lohn waren zwei (eher fragwürdige) Strafstöße noch vor der Pause. Martin Braunschweig (36.) und Alec Pumptow (41.) blieben cool und ließen ihren lautstarken Anhang träumen. In die Kabinen ging es mit einem 2:1 für den Underdog.

Und dieser verdiente sich die Führung mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr. Der OFC fand kein Mittel und verteidigte zudem fehlerhaft. Das 3:1-Kopfballtor von Etienne Elling (53.) entsprang einer simplen Halbfeldflanke. Auf das 2:3 von Hendrik Romahn (62.) folgte ein riesen Blackout der Osterburger Deckung - Joker Jannis Kämpfer traf zum 4:2 für Preussen (70.).

Die Partie schien entschieden, doch nun wurde es dramatisch. Romahn verkürzte aus Nahdistanz (77.) und Moritz Noack packte den Hammer aus - 4:4 (79.). Alles war wieder auf Null, der Vorteil jedoch lag auf Seiten der Preussen, die aufgrund einer Osterburger Verletzung die komplette nun folgende Verlängerung in Überzahl spielen konnten. Sichtbar wurde das auf dem Feld nicht, den Matchball bekam der Kreisoberliga-Erste aber dennoch, scheiterte aber an einer Mega-Parade von OFC-Keeper Marc Brehmer (110.).

Es ging ins Elfmeterschießen, wo die Nerven aller Beteiligten spürbar blank lagen. Nachdem Preussen zweimal verschossen hatte, lag es an Marius Melms, das Finale zu entscheiden, doch er scheiterte. So ging auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung, was letztlich im Showdown der beiden Torhüter mündete: Richard Strehmel scheiterte an Brehmer, dieser nahm sich das Leder und setzte dem Treiben ein Ende - 9:8 für Osterburg, die Party des Favoriten konnte starten.

Im Vorfeld gewann der SV Blau-Weiß Schollene das Endspiel im Kreispokal weniger dramatisch mit 4:1 (2:0) gegen die SG Tangermünde II/Schönhausen II.

Die Spielberichte, Hintergründe, Statistiken und Stimmen zum großen Finaltag des KFV Altmark-Ost lesen Sie am Dienstag in der Altmark-Zeitung.

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