Immekather bejubelt in PyeongChang die Biathleten und Skispringer

Winterolympiade: Oliver Milbrodt bei den Silber-Jungs

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Oliver Milbrodt in PyeongChang im Medaillenfieber.

PyeongChang. Die Olympischen Winterspiele in Korea halten derzeit die Sportwelt in Atem. Auch in der Wintersportnation Deutschland fiebern die Fans mit ihren Athleten mit, die in PyeongChang bereits zahlreiche Medaillen gewonnen haben.

Die Wettkämpfe der erfolgreichen Skispringer und Biathleten verfolgt auch der Immekather Oliver Milbrodt, jedoch live an den Wettkampfstätten.

Wintersportfan Oliver Milbrodt wirbt im fernen Korea auch für seine Heimat Immekath.

Mit dem Auto nach Prag, weiter mit dem Flugzeug nach Seoul und dann mit dem Zug bis Jinbu legte der Altmärker die 8320 Kilometer Luftlinie von Immekath bis zum Olympiaort zurück. In PyeongChang ist die Fortbewegung, da es kaum Taxis gibt, etwas beschwerlich, der Shuttle-Service zum Alpensia Olympia-Park mit dem Ski-Stadion, den Sprungschanzen und der Biathlon-Arena funktioniert indes reibungslos. „In Sotschi war die Organisation jedoch strenger und weitaus besser“, zieht der 43-Jährige einen Vergleich zu den Spielen vor vier Jahren in Russland. Auch die Versorgung an der Sportstätte könnte aus Sicht Milbrodts besser sein. „Drei Stunden anstehen für Reis und Chicken ist mir zu blöd. Es gibt kaum Fleisch“, bemängelt der altmärkische Sportfan, der erst kürzlich bei der Handball-Europameisterschaft in Kroatien war.

Den Star im Biathlon direkt vor Augen: Martin Fourcade.

Mehrfach konnte Olli Milbrodt bereits deutsche Medaillen bejubeln. Er stand an der Sprungschanze, auf der Andreas Wellinger im Einzel und die deutsche Mannschaft jeweils Silber gewannen. Auch das dramatische Finale im Biathlon-Massenstart der Männer zwischen dem Franzosen Martin Fourcade und Simon Schempp hat der Altmärker hautnah miterlebt. Bedauerlich ist jedoch das geringe Interesse der Koreaner für die nordischen Disziplinen. „Für die Stimmung im Stadion sorgen die Europäer, insbesondere die Polen, sowie die Kanadier. Die Einheimischen können mit Skispringen und Biathlon nur wenig anfangen.“

Der gestrige Ausflug zum Biathlon endete indes mit einer Enttäuschung für die deutschen Fans. Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier und Erik Lesser hatten die Mixed-Staffel auf Gold-Kurs gebracht, ehe Arnd Peiffer aufgrund zahlreicher Schießfehler noch die Staffeln aus Frankreich, Norwegen und Italien an sich vorbeiziehen lassen musste. „Die Laura war richtig sauer“, berichtet Oliver Milbrodt, der nach seiner Rückkehr in sein Quartier vom deutschen Dreifachsieg in der Nordischen Kombination der Männer durch Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Eric Frenzel erfahren hat.

Die erfolgreichen Kombinierer wird der Immekather morgen im Mannschafts-Wettbewerb anfeuern. „Ich hoffe, dass es dort dann mit Gold für Deutschland klappt“, blickt der Altmärker voraus. Und eine weitere Medaillenchance haben ja auch die Biathlon-Frauen in der Staffel. Dies ist für Oliver Millbrodt dann auch der letzte Wettbewerb, ehe es am Freitag mit vielen Erinnerungen wieder in Richtung Heimat geht.

Von Renee Sensenschmidt

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