FUSSBALL – OBERLIGA Lok Stendal setzt gegen BW Berlin auf Aktivität

Ohne Neumann, mit Mut

Wird morgen im Oberliga-Heimspiel gegen Blau-Weiß Berlin nicht zur Verfügung stehen: Lok Stendals Angreifer Denis Neumann (links).
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Wird morgen im Oberliga-Heimspiel gegen Blau-Weiß Berlin nicht zur Verfügung stehen: Lok Stendals Angreifer Denis Neumann (links).

Stendal – Wie wichtig Denis Neumann für den 1. FC Lok Stendal ist, hat der Angreifer bereits in der Vergangenheit bewiesen. So auch in der Vorwoche, als er nach einem Kopfball kurz vor Abpfiff den Treffer zum 1:1 beim Brandenburger SC Süd markierte.

Am morgigen Sonntag geht es für das Schlusslicht Stendal ab 14 Uhr mit einem Oberliga-Heimspiel gegen Blau-Weiß Berlin weiter.

Diesmal wird Neumann, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat, verletzungsbedingt fehlen. Der mögliche motivierte Neumann-Ersatz dafür könnte schnell gefunden sein. Lukas Pfeiffer machte in der Vorwoche in der Offensive auf sich aufmerksam, erntete sogar ein Lob von seinem Trainer. „Lukas hat das gemacht, was wir vorher besprochen haben, ist weite Wege gegangen“, sagte Jörn Schulz und ergänzte: „Das war ein guter Anfang.“ Ebenso erfreulich war die Rückkehr von Martin Gödecke ins Mannschaftstraining zu Wochenbeginn. Somit könnte Gödecke, der sonst mit Neumann als Lok-Doppelspitze agiert, gemeinsam mit Pfeiffer im Angriff auflaufen.

Weitere Details zur Aufstellung ließ Schulz offen, mutmaßt aber, dass Lok „mit einer ganz, ganz jungen Mannschaft spielen“ wird. „Da wird der ein oder andere seine Chance kriegen und da können sich auch die jungen Spieler zeigen.“ Beim jüngsten Auswärtsspiel in Brandenburg wählte Stendals Trainer eine etwas mutigere taktische Grundordnung und ließ seine Mannschaft aktiver auflaufen. Der Lohn: zumindest ein Zähler. Schulz konnte sich mit dem Remis anfreunden, weiß aber auch, dass Unentschieden zu keinen großen Sprüngen im Tabellenkeller verhelfen. „Der Punktgewinn war okay letzte Woche, war aber zu wenig in der aktuellen Situation.“

Damit es morgen zum zweiten Saisonsieg reicht, soll von der jüngsten Marschroute nicht abgewichen werden. „Wir wollen offensiver stehen und mutiger sein“, will sich Jörn Schulz vor heimischer Kulisse gegen die Berliner nicht verstecken, um den letzten Rang so schnell wie möglich zu verlassen.

Zudem will Stendal seine bescheidene Statistik gegen die Blau-Weißen aufpolieren, als man gegen die Hauptstädter 0:5 und 2:6 in der Spielzeit 2018/2019 verlor. In der Vorsaison erreichte die Schulz-Elf mit dem 0:0 zumindest ein Remis. VON PATRICK NOWAK

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