Fehlstart: Fußball-Verbandsligist 1. FC Lok Stendal mit 0:2-Niederlage im zweiten Spiel der Saison gegen IMO Merseburg

Ohne Einzelkönner kein Erfolg

Clemens Paul Berlin (rechts) kam mit den Stendalern nicht an Merseburg um Sebastian Schlorf vorbei. Schlorf sorgte mit seinen zwei Toren für den Sieg. Foto: Post

Stendal. Ganz Stendal versammelte sich gestern Nachmittag im Strafraum im heimischen Stadion „Am Hölzchen“. Die Herren in den schwarzen Trikots wollten schließlich eine Gefahrensituation überstehen.

Und was macht Rothemd Nico Kanitz? Behält die Übersicht und flankt den Ball mit all seiner Erfahrung über elf Stendaler hinweg zu Sebastian Schlorf, der eiskalt zu seinem zweiten Tor abschloss. Die Klasse eines Kanitz hatte der 1. FC Lok Stendal gestern Nachmittag nicht. Und auch nicht das Können, einen Treffer zu erzielen. Stendal verlor gegen Ex-Profi Kanitz und den VfB IMO Merseburg mit 0:2.

Bis zum ersten Tor von Schlorf machten die Stendaler einen guten Eindruck. „Wir haben in den ersten 25 Minuten ein überragendes Pressing gespielt“, sagte Lok-Trainer Sven Körner. „Stendal hatte die bessere Spielanlage“, lobte Tom Persich, wie Kanitz auch ein Ex-Profi vom Halleschen FC und Union Berlin, und Trainer des VfB. Körners Mannschaft spielte gefällig nach vorne und hatte durch Benedikt Nellessen per Kopfball in der 19. Minute auch die beste von sieben Chancen in der ersten Halbzeit nach einer Flanke von Vincent Kühn. Eben jener Nellessen, im Angriff gefährlich, erwies sich wenig später in der Abwehr als Fehlerquelle. Vor Schlorfs erstem Streich versuchte der Stürmer, hinten locker rauszulupfen, um einen Angriff einzuleiten. Die Folge nach dem abgefangenen Versuch war Schlorfs gekonnter Abschluss.

Nach dem 0:1 agierten die Merseburger abgeklärter, einfach aber präziser und letztlich zwingender – wenngleich Lok gefährlich blieb, durch Kapitän Philipp Groß in der zweiten Halbzeit auch seine zweite gute Möglichkeit per Kopf vergab (60.). Mit seiner zweiten Gelegenheit traf der VfB zum 2:0. „Das war schon glücklich“, gestand dann auch Persich ein. Auch Stendals Anlaufen in Durchgang zwei gegen einen auf Konter setzenden VfB („Bei uns ging nach vorne gar nichts mehr“) brachte nichts ein. Körner war trotz der zweiten (torlosen) Niederlage in der zweiten Partie der Saison nicht unzufrieden – mit der Art und Weise. „Ich bin nicht enttäuscht“, erklärte ein gefasster Körner nach dem Fehlstart. „Das war ein völlig anderes Spiel als gegen Burg“, befand der Übungsleiter. Beim 0:1 zeigte sich Lok schwach. Gestern stärker, fing sich jedoch eine 0:2-Pleite ein. Sie hatte keinen Kanitz und keinen Schlorf.

• Tore: 0:1, 0:2 Sebastian Schlorf (25., 39.). Schiedsrichter: Scheibel (Calbe). Zuschauer: 233.

Von Benjamin Post

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