FUSSBALL Uchtspringes Coach Lars Reifke über den Stand der Vorbereitung

Offensives Verteidigen im Fokus

Ein neuer Schwerpunkt: Medizin Uchtspringe hat die Fitnesseinheiten hinter sich und arbeitet künftig an neuen Trainingszielen. Dazu zählt das offensivere Verteidigen bei gegnerischem Ballbesitz.
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Ein neuer Schwerpunkt: Medizin Uchtspringe hat die Fitnesseinheiten hinter sich und arbeitet künftig an neuen Trainingszielen. Dazu zählt das offensivere Verteidigen bei gegnerischem Ballbesitz.

Uchtspringe – Sie haben 1:8 gegen den Favoriten aus der Oberliga verloren. Dennoch schien Lars Reifke einige Ansätze gesehen zu haben, die ihn am Sonnabend während des Testspiels zu Hause gegen den 1. FC Lok Stendal zufriedenstellten.

Der Trainer des Landesklassisten SV Medizin Uchtspringe zieht eine Zwischenbilanz der Vorbereitung und freut sich auf das, was noch kommt.

Dass im zweiten Durchgang das eine oder andere Tor gegen Stendal möglich wäre, bedauerte Reifke am Sonnabend mit einem schmunzeln. Die letzten Trainingseinheiten hatten einen festen Schwerpunkt und galten zunächst der Fitness. Dafür machte es Uchtspringe phasenweise ordentlich und versuchte, den spielbestimmenden Gegner zu stören. Ein Umstand, den Reifke nur begrüßen konnte. Seiner Einschätzung nach ist der Kader der Mediziner derzeit auf einem guten Weg, wenn es um den Fitnesszustand geht. „Wir sind jetzt auf jeden Fall so weit, dass wir den Konditionspart und das Fundament erst mal haben für diese Saison, was wir uns aufbauen wollten. Durch die tägliche Trainingsarbeit behalten wir das Level bei und werden mehr ins Spielerische reingehen“, so der Trainer über die künftigen Schwerpunkte des Trainings.

Dazu zählen in erster Linie taktische Elemente und der Torschuss. Letzterer war im jüngsten Testspiel zu Hause gegen die Eisenbahner ausbaufähig. Sebastian Lilge und Marcel Brinkmann hätten das eine oder andere Tor nachlegen können. Doch entweder Bryan Giebichenstein oder das Aluminium hatten etwas dagegen. Doch so geht es derzeit vielen Vereinen, die nach den ersten Fitnesseinheiten andere Baustellen haben.

Trotz der mangelnden Torausbeute gegen Lok macht sich Reifke keine Sorgen, dass Brinkmann und Co. in der offensive Probleme bekommen könnten. „Warum soll man denn die Stärken, die man nach vorne hin hat, nicht so ausspielen“, spielt er auf Brinkmann und die insgesamt 53 erzielten Landesklasse-Treffer seiner Uchtspringer in der vergangenen Saison an. Neben dem Toreschießen hat Reifke noch eine weitere Sache im Blick, um das Spiel der Mediziner weiterzuentwickeln. „Fakt ist, dass wir spielerisch noch nicht so ausgereift sind, dass wir jetzt mit zwei Stürmern und hinten mit einer Dreierkette spielen. Deswegen konzentrieren wir uns aufs offensive Verteidigen.“ Von dieser Marschroute wird sich Reifke auch nach den acht Gegentoren nicht abbringen lassen. VON PATRICK NOWAK

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