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Spaß und Spielfreude sind zurück

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Von: Renee Sensenschmidt

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Fußballer im Kampf um den Ball
Neuzugang Illia Ilchenko (r.) erreichte mit dem 1. FC Lok Stendal in Vorbereitung auf die Saison in der Fußball-Verbandsliga gegen den niedersächsischen Oberligisten FT Braunschweig ein 2:2-Remis. © Sensenschmidt

Stendal – Der 1. FC Lok Stendal schaut nach dem Abstieg aus der Fußball-Oberliga wieder nach vorn und ist gewillt die Saison 2021/22 vergessen zu machen. Der erste echte Test des Verbandsligisten war am gestrigen Sonntag vor 95 zahlenden Zuschauern im „Hölzchen“ auf jeden Fall vielversprechend. Gegen den niedersächsischen Oberligisten FT Braunschweig erreichte die Elf von Trainer Jörn Schulz ein 2:2 (0:1)-Unentschieden.

„Es macht super Spaß, seit dem ersten Tag an. Wir haben über 20 Spieler beim Training gehabt die erste Woche, damit kannst du arbeiten. Wenn du siehst, das die Jungs alle mitziehen und alle versuchen das umzusetzen, was wir besprechen, macht es auch Spaß. Wir haben heute gegen eine gute Oberliga-Mannschaft aus Niedersachsen gespielt und da hat man bereits viele, viele gute Ansätze gesehen. Wenn man erkennt, wozu die Jungs trotz der kurzen Pause fähig sind, stimmt mich das positiv“, so das Fazit des wieder zuversichtlichen Lok-Trainers.

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die Stendaler von Beginn an offensiv eingestellt. Der gegnerische Spielaufbau wurde früh gestört, Max Salge (2.) und Rosario Schulz (5.) gaben die ersten gefährlichen Torschüsse ab. Die Gäste tauchten das erste Mal in der elften Minute gefährlich vor dem Lok-Kasten auf, Keeper Anton Melnyk, einer von drei Probespielern, parierte den Schuss von Phil-Louis Kunze aus der Distanz aber sicher. Fünf Minuten später wurde auf der Gegenseite Denys Vyrych herrlich freigespielt, doch der Neuzugang brachte den Ball mit einem Schlenzer nicht am Braunschweiger Schlussmann vorbei. Ein Schuss von Felix Knoblich verfehlte anschließend sein Ziel (21.). Kurz danach war die ansonsten gute Hintermannschaft der Stendaler einen Moment nicht aufmerksam genug. Der Brauschweiger Luca Faustmann entwischte und konnte durch Torhüter Melnyk nur auf Kosten eines Elfmeters gestoppt werden. Diesen verwandelte Phil-Louis Kunze sicher zur Gäste-Führung – 0:1. Nach einem Foul an Neuzugang Florian Stark erhielten aber auch die Einheimischen einen Elfmeter, doch Kapitän Steven Schubert scheiterte an FTB-Torwart Luca Podlech (31.), der anschließend beim Schuss von Rosario Schulze (33.) und beim Kopfball von Felix Knoblich (38.) nicht eingreifen musste.

Im zweiten Abschnitt stellte Trainer Schulz auf eine Dreierkette um und ließ sein Team noch offensiver agieren. Dominik Lehmpfuhl schoss in der 51. Minute noch knapp über das Tor, neun Minuten später fiel dann der längst fällige Lok-Treffer. Illia Ilchenko setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch. Dessen Hereingabe setzte Felix Knoblich volley an den Pfosten, im Nachsetzen erzielte Artem Dolbniev den 1:1-Ausgleich (60.). Anschließend wechselten die Stendaler sieben Akteure auf einen Schlag ein, die ohne Abstriche sofort gut ins Spiel fanden. Lok bestimmte das Geschehen, doch den nächsten Treffer erzielten die Gäste. Nach einem Freistoß schaltete Marvin Fricke am schnellsten und netzte zum 1:2 ein. Die Antwort der Stendaler ließ aber nicht lange auf sich warten, denn bereits wenige Sekunden später zeigte sich Probespieler Shaka Shawidi entschlossen und traf trotz Bedrängnis von der Strafraumgrenze – 2:2. Nachdem abermals Shawidi (78.) knapp verfehlt hatte, bot sich der Lok-Vertretung in der 82. Minute die große Chance zum Siegtreffer. Philipp Werner behauptete sich auf der linken Seite, Lukas Pfeiffer ließ den Ball passieren, völlig unbedrängt scheiterte Max Erdmann dann aber am Torwart. Somit blieb es bis zum Abpfiff beim 2:2-Remis, das den höherklassigen Braunschweigern schmeichelte.

„Durch die die vielen Neuzugänge haben wir eine ganz andere Körperspannung und ganz andere Stimmung in der Mannschaft. Wenn wir den Ball verloren haben, dann wollten wir uns ihn auch gleich wiederholen. Das haben die Jungs gut umgesetzt“, freut sich Jörn Schulz über den entstandenen Konkurrenzkampf und machte sich noch keine Gedanken über die vergebenen Chancen. „Wir haben ein halbes Jahr jedes Spiel verloren. Da ist noch viel Kopf dabei.“

Tore: 0:1 Phil-Louis Kunze (23., Elfmeter), 1:1 Artem Dolbniev (60.), 1:2 Marvin Fricke (73.), 2:2 Shaka Shawidi (74.).

Bes. Vorkommnis: Steven Schubert (Stendal) verschoss Foulelfmeter (31.).

1. FC Lok Stendal: Melnyk - Mahrhold, Schubert, Stark - Schleicher, Ilchenko, Salge, Dolbniev, Knoblich - Schulze, Vyrych (Balliet, Flöther, Breda, Shawidi, Werner, Erdmann, Leci, Pfeiffer, Lehmann, Lehmpfuhl).

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