Fußball, Verbandsliga: Lok Stendal und Halle-Ammendorf trennen sich torlos

Die Null steht

+
Regisseure unter sich: Moritz Instenberg bei Lok Stendal (rechts) sowie Tobias Große bei Halle-Ammendorf fanden selten das richtige Mittel, gute Angriffe zu initiieren.

Stendal. 163 Zuschauer fanden gestern bei strömendem Regen den Weg ins Stendaler Stadion „Am Hölzchen“. Am 19. Spieltag der Verbandsliga empfing der 1. FC Lok Stendal als Ligaprimus den Rangvierten BSV Halle-Ammendorf.

Belohnt wurde das Publikum nicht, denn die Teams trennten sich in einer mäßigen Partie torlos – 0:0.

Der Rasen im Stendaler Stadion war gezeichnet von den langen Regenfällen in der Nacht. Tiefer und rutschiger Boden machte es den 22 Akteuren nicht leicht, sich gute Chancen herauszuspielen. Beide Mannschaften agierten in der Frühphase der Begegnung viel mit langen Bällen. Die erste ernst zu nehmende Möglichkeit ergab sich für den Gastgeber. Niclas Buschke kam auf dem rechten Flügel an den Ball und brachte das Spielgerät scharf in die Gefahrenzone. Nils Breda rauschte im Zentrum knapp an der Hereingabe vorbei (15.). Acht Minuten später eine ähnliche Situation. Dieses Mal lief sich Lukas Breda in Position und bediente Moritz Instenberg auf Höhe der Strafraumkante, doch der Abschluss landete über dem Tor. „In der ersten Halbzeit hätten wir zwei Sachen klarer ausspielen müssen“, ärgerte sich Lok-Trainer Sven Körner nach der Partie.

Auf der anderen Seite war Bryan Giebichenstein lange Zeit beschäftigungslos, glänzte aber bei der einzigen Chance der Gäste. David Sieber brachte einen Freistoß auf das lange Ecke, Giebichenstein machte sich lang und länger und parierte zur Ecke (43.).

Nach der Pause verflachte die Partie im strömenden Regen vollends. Erst in der Schlussviertelstunde kam die Lokomotive wieder auf Touren. Martin Krüger, Franz Erdmann und der wiedergenesene Juninho waren mittlerweile in der Partie. „Wir waren nicht durchschlagskräftig genug“, so Körner. Zwar entwickelte der 1. FC Lok nun einen gewissen Zug zum Tor, aber der gefährliche Abschluss fehlte. Juninhos Versuch kurz vor dem Ende kam eher einer Rückgabe gleich (89.).

Es blieb beim 0:0, denn auch die Gäste schienen sich mit dem Remis zufriedenzugeben. „Man hat gemerkt, dass keine Mannschaft einen Fehler machen wollte. Es war ein taktisch geprägtes Spiel. Ich denke, beide Mannschaften können mit dem Punkt gut leben“, so Körner.

Doch bereits am kommenden Wochenende stehen sich beide Mannschaften erneut gegenüber. In der Pokalpause steht dann in Halle das Nachholspiel des vierten Spieltages an. Bis dahin soll sich im Lager der Rolandstädter auch die personelle Situation entspannen. „In Halle haben wir die ein oder andere Alternative mehr“, hofft Körner. Benedikt Nellessen kehrt nach Gelbsperre zurück. Ebenso könnten Johannes Mahrhold und Martin Krüger nach auskurierter Krankheit wieder voll mitspielen.

• Tore: Fehlanzeige. • Schiedsrichter: Franz Unger. • Zuschauer: 163.

Von Falk-Stéphane Dezort

Kommentare