Fußball – 2. Bundesliga: 1. FC Magdeburg braucht gegen den FC Ingolstadt einen Sieg

Noch keine Untergangsstimmung

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Björn Rother (r.) im Zweikampf mit dem Darmstädter Aytaç Sulu. Der Mittelfeldakteur möchte morgen mit dem 1. FC Magdeburg den ersten Saisonsieg einfahren.

Magdeburg. Erst ein Punkt aus zwei Spielen, DFB-Pokal-Aus in Runde eins: Der 1. FC Magdeburg braucht ein Erfolgserlebnis. Und das möglichst schon am morgigen Sonnabend. Um 13 Uhr wird in der MDCC-Arena das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt angepfiffen.

Die Vorzeichen bei den Schanzern sind gleich. Auch sie haben erst einen Punkt auf dem Konto und mussten im DFB-Pokal bereits die Segel streichen. „Aber sie haben sicherlich eine ganz andere Zielstellung als wir“, sagt FCM-Trainer Jens Härtel. Geht es für seine Schützlinge primär um den Klassenerhalt, sehen sich die Ingolstädter eher im oberen Tabellenbereich. Darum herrscht dort, im Gegensatz zu den Magdeburgern, auch schon etwas Unruhe. „Ihre Sinne sind geschärft“, erwartet Härtel eine starke Gäste-Elf, die in der Elbestadt den ersten Saisonsieg einfahren möchte. Und dafür auch alles tut. Aber: „Wir sind in der Lage, auch Ingolstadt hier in unserem Stadion richtig Probleme zu bereiten. “ Der erste Sieg soll her. In der Dritten Liga war der FCM die heimstärkste Mannschaft. Es wird Zeit, den Schalter auch in der 2. Bundesliga in diese Richtung umzulegen.

„Wir hatten eine anstrengende, aber gute Trainingswoche“, blickte Björn Rother zurück. Er und seine Teamkollegen wollen an die Pokalpartie gegen Darmstadt ansetzen. „Hinten stehen wir sehr gut“, schätzt der defensive Mittelfeldspieler ein. Und meint damit nicht nur die letzte Reihe. Was fehlt, sind Tore. Das weiß er und das wissen auch die anderen in der Mannschaft. Rother ist aber bester Hoffnung, „dass wir auch Tore machen und Spiele gewinnen.“

Definitiv nicht spielen können Marius Bülter und Charles Elie Laprevotte. Beide sind verletzt und konnten auch nicht mittrainieren. Und Kacpar Przybylko, der an drei Tagen zum Probetraining in der Elbestadt weilte, sei keine Option für den 1. FC Magdeburg, erklärte Härtel gestern. Ihm ist nicht entgangen, dass in der Liga schon jede Menge Druck herrsche. Und dass bereits zu einem so frühen Zeitpunkt. In Dresden wurde Trainer Uwe Neuhaus entlassen, in Ingolstadt ist es auch unruhig. Doch Härtel sagt: „Wir müssen uns auf unseren Job konzentrieren.“ Er habe nicht das Gefühl, „dass hier Untergangsstimmung herrscht.“ Der Cheftrainer konnte auf eine sehr konzentrierte Trainingswoche zurückschauen. Dennoch: „Wir wissen schon, dass wir an Ergebnissen gemessen werden und dass die nicht so waren, wie sie hätten sein können.“ Darum gelte es, so schnell wie möglich positive Ergebnisse zu erzielen. Morgen den ersten Sieg zu landen, ist das große Ziel, um endlich ein paar Punkte auf das Tabellenkonto zu bekommen.

Die Pokalniederlage der Ingolstädter in Paderborn hat sich der FCM-Coach natürlich genau angeschaut. „Sie haben uns ein paar Hinweise gegeben, wie es gehen kann.“ Gleichwohl Paderborn eine andere Mannschaft sei als der FCM. Und Härtel hat den morgigen Gegner auch in anderen Partien beobachtet. Etwa beim Unentschieden gegen Greuther Fürth. „Das war eine ganz andere Dynamik.“

Für den 1. FCM bedeute dies, von Beginn an voll da zu sein und ähnlich mutig aufzutreten wie in der ersten Halbzeit gegen die Darmstädter. Der Club rechnet mit rund 19.000 Zuschauern. Fans werden gebeten, rechtzeitig und möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da es eine Parallelveranstaltung im Elbauenpark gibt.

Von Sabine Lindenau

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