Handball: Gegen Schlusslicht HSC Erfurt muss morgen unbedingt der erste Sieg her

SVO nimmt sich selbst in die Pflicht

Die Schwäche im Torabschluss ist derzeit das große Manko bei Mittelmann Alexander Vogel und dem SV Oebisfelde. Foto: Staade

cbu Oebisfelde. Drittletzter gegen den Letzten. Abstiegsduell in der Mitteldeutschen Oberliga? „Keinesfalls“, entgegnet Thomas Meinel, Handball-Trainer des SV Oebisfelde, sofort. Nach zwei Spieltagen sei die Tabelle nämlich noch nicht aussagekräftig.

Wenn Aufsteiger HSC Erfurt morgen Abend zum Schlagabtausch in die Oebisfelder Hans-Pickert-Halle kommt (Anwurf 18. 30 Uhr), dann ist der SVO in der Favoritenrolle.

Denn die Oebisfelder zeigten in ihren ersten beiden Saisonspielen durchaus ansprechende Leistungen und verloren jeweils nur knapp, während die Gäste aus Thüringen mit 19:29 in Hermsdorf und 19:33 in Köthen regelrecht untergingen. „Es sind Unterschiede da, das zeigen die bisherigen Ergebnisse“, sagte Thomas Meinel gestern im Gespräch mit der AZ. „Die ersten beiden Punkte sind deshalb Pflicht“, fuhr er fort. Wohl wahr, denn Oebisfelde will nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn den Kontakt zum Mittelfeld nicht verlieren.

Grundlage für einen Erfolg gegen Erfurt soll erneut eine stabile Deckung sein. Wie schon zuletzt hatte SVO-Coach Meinel an seiner Abwehr fast nichts auszusetzen. Und auch die beiden Torhüter, Thomas Drese und Tobias Stefani, mussten sich keine Vorwürfe machen. Im Angriff ist die Situation da schon eine andere. Zwar laufe das Positionsspiel ziemlich flüssig, doch die Oebisfelder zeigten zuletzt Nerven im Torabschluss. „Es fehlt an Abgeklärtheit“, so Meinel, der allerdings nicht so recht weiß, woran das liegt.

In den zurückliegenden Wochen haben die Allerstädter im Training besonders viel Wert auf den Torabschluss gelegt. Das habe auch ganz gut geklappt, versicherte Thomas Meinel. „Aber was nützen gute Trainingsleistungen, wenn es im Spiel nicht richtig klappt“, fragt der Coach rhetorisch.

Auch morgen haben die Oebisfelder wieder mit Personalsorgen zu kämpfen. Andreas Kalupke ist immer noch verletzt, René Kornau bei seinem Studium eingebunden. Da Florian Seiler einen grippalen Infekt hatte, dürfte er auch noch nicht voll bei Kräften sein. Thomas Meinel dazu: „Wir haben im Gegensatz zu vielen unserer Gegner derzeit keinen vollen Kader. Aber das ist nicht zu ändern, wir müssen das Beste daraus machen.“ Gegner Erfurt ist den Oebisfeldern nicht bekannt. „Wir stellen uns auf eine Mannschaft ein, die verschiedene Abwehrvarianten beherrscht“, so Meinel. SR: Ermentraut/Perll.

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