Fußball, Landespokal-Halbfinale A-Junioren: Stendal unterliegt FCM mit 0:4

Niedziella verdirbt Wunder

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Paul Schönburg (r.) hatte in der Innenverteidigung des 1. FC Lok Stendal Schwerstarbeit zu verrichten, machte gegen David Spitzer (l.) und den 1. FC Magdeburg aber eine gute Figur.

Stendal. Es wurde nichts mit einem Wunder für die A-Junioren des 1. FC Lok Stendal. Trotz einer beachtlichen Defensivleistung unterlag die Mannschaft von Trainer Ralf Troeger gestern Abend auf eigenem Platz im Halbfinale des Landespokals gegen den höherklassigen 1. FC Magdeburg mit 0:4 (0:1).

Obwohl der Endstand deutlich ausfiel, verkauften sich die Altmärker besser als gedacht. Erst in der Schlussphase sorgte der FCM-Nachwuchs für ein standesgemäßes Ergebnis.

„Die individuelle Klasse eines Connor Niedziella hat heute den Unterschied gemacht. Er hat drei Tore geschossen, mehr braucht man dazu nicht sagen. Wir sind eigentlich auf jeder Position besser besetzt gewesen als der Gegner, aber das hat man nicht gesehen. Die Jungs aus Stendal haben das sehr gut gemacht“, fand Gäste-Trainer Thomas Hoßmang lobende Worte für seinen Torjäger und für den Auftritt der Heim-Elf. Stendals Coach Troeger schloss sich der Meinung des ehemaligen Profis vom FC Energie Cottbus an: „Wir haben uns sehr gut verhalten!“

In der Tat machten es die Gastgeber dem Favoriten auf dem kleinen Nebenplatz des „Hölzchens“ schwer, spielerisch zu Chancen zu kommen. Die Magdeburger waren zwar von Beginn an überlegen, doch Gefahr versprühten sie nicht. Ein Freistoß aus zentraler Position musste schließlich zur 1:0-Pausenführung herhalten.

Niedziella nagelte den Ball humorlos zentral unter die Querlatte, wenngleich sein Schuss nicht unhaltbar schien (38.).

Einer für die 3. Liga? Connor Niedziella traf dreimal.

Nach der Halbzeit kam Lok zunächst mit etwas mehr Mut ins Spiel zurück und erarbeitete sich gute Gelegenheiten gegen die verblüfften Landeshauptstädter. Benjamin Bubke (46., 49.) und Paul Schönburg (60.) sowie Christian Seidl mit einer Riesenchance (56.) verpassten den Ausgleich. Die nun aufkeimenden Stendaler Hoffnungen erstickte wiederum Matchwinner Niedziella, der per Kopf das 0:2 besorgte (63.). In der Folge dauerte es nicht mehr lange, bis der Widerstand der Stendaler komplett zusammenfiel. Magdeburg erhöhte in der Schlussphase nochmals die Schlagzahl und kam nach Tor Nummer drei von Niedziella (87.) und einen Abstauber von Peter Misch (90.+1) zum verdienten Endstand.

„Man darf keinen Standard reinkriegen und man muss seine eins, zwei Chancen machen. Nur dann kann ein Wunder wahr werden“, erklärte Troeger am Ende, was seiner Elf neben einem Torjäger wie Niedziella gefehlt hat.

• Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Connor-Sandro Niedziella (38., 63., 87.), 0:4 Peter Misch (90.+1).

• 1. FC Lok Stendal: Schröder - Stark, Mahrhold, Ehricke (85. Klukas), Bubke, Salge, Seidl (83. Wolff), Schönburg, R. Kroschel, Seidel-Holland (77. Schröder), S. Kroschel.

• 1. FC Magdeburg: Becker - Zott, Hinze, Baudis, Durmus, Akansu (46. Stärz), Misch, Hermann, Niedziella (87. Behling), Spitzer (85. Rath), Uyimwen.

Von Tobias Haack

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